Belgier gewinnt 2. Etappe in San Juan

Gaviria und Boonen tauschen erfolgreich die Rollen

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Tom Boonen (Quick-Step-Floors) hat die 2. Etappe der Vuelta a San Juan gewonnen. | Foto: Cor Vos

25.01.2017  |  (rsn) – Auch mit vertauschten Rollen bleibt Quick-Step-Floors bei der 35. Vuelta a San Juan (2.1) in der Erfolgsspur. Nachdem zum Auftakt sich Tom Boonen in den Dienst von Fernando Gaviria gestellt und den Kolumbianer zum Sieg gelotst hatte, revanchierte der sich auf der 2. Etappe rund um San Juan.

Nach 128,5 flachen Kilometern bereitete der 22 Jahre alte Gaviria seinem 14 Jahre älteren Teamkollegen den Sprint mustergültig vor, so dass Boonen seinen ersten Saisonsieg einfuhr. Der Belgier ließ dabei die Italiener Elia Viviani (Nationalteam) und Matteo Malucelli (Androni-Giocattoli) hinter sich, dem wie schon gestern nur Rang zwei blieb. Allerdings darf sich der 27-Jährige mit dem blauen Führungstrikot trösten, dass er Gaviria abnahm.

“Schon vom Start weg war unser Plan, mir den Sprint anzuziehen, nachdem wir für Fernando auf Etappe 1 gefahren sind. Auf dem Schlusskilometer haben Max (Richeze) und Fernando einen tollen Job gemacht und ich hatte gegen Elia das bessere Ende“, sagte Boonen, der als erster Profi einen Sieg auf einem Rad feierte, das mit Scheibenbremsen ausgestattet ist. “Am Ende ist das ein Erfolg des gesamten Teams. Ich hatte immer gute Erfahrungen in Argentinien und dieser Sieg zeigt mir, dass ich für die kommenden Rennen auf dem richtigen Weg bin.“

Auf dem richtigen Weg wähnte sich auch Viviani, der gegen Gaviria noch chancenlos war, sich in San Juan aber nur knapp geschlagen geben musste. "Ich bin über den heutigen Sprint enttäuschter als gestern – ich denke, ich habe eine große Chance verpasst, meinen ersten Sieg in 2017 einzufahren“, sagte der Sky-Profi, der in Argentinien in den italienischen Nationalfarben antritt, auf der Pressekonferenz nach dem Rennen.

Im Gesamtklassement lieg Viviani nun eine Sekunde vor Gaviria, der als Sechszehnter ins Ziel rollte, und zwei vor Boonen. Im heute anstehenden Einzelzeitfahren von San Juan werden die Karten allerdings neu gemischt – hier werden die Spezialisten und Aspiranten auf den Gesamtsieg erstmals in Erscheinung treten. Zu denen allerdings zählen weder Viviani noch Gaviria oder Boonen.

Bei erneut hochsommerlichen Temperaturen von weit über 30 Grad dauerte es bis zum ersten, von Jose Luis Rivera (Municipalidad de Pocito) gewonnen Zwischensprint, ehe sich die Gruppe des Tages lösen konnte. Im Anstieg zur ersten von zwei Bergwertungen zogen fünf Fahrer davon, die sich in der Folge einen Vorsprung von 2:30 Minuten erarbeiten konnten.

Die Sprinterteams kontrollierten allerdings jederzeit das geschehen, stellten die Ausreißer wieder, und diesmal lief auch im Finale alles wie geplant ab, nachdem die Organisatoren gestern noch einen Teil des Feldes fehlgeleitet hatten. Boonens Team ließ sich in der Sprintvorbereitung auch nicht von zwei späten Stürzen aus dem Konzept bringen und lancierte dem Routinier mustergültig den Sprint.

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