Einsatz im Sprintzug von Philipsen

Fährt sich Krieger bei der Vuelta in den WM-Kader für Flandern?

Von Christoph Adamietz

Foto zu dem Text "Fährt sich Krieger bei der Vuelta in den WM-Kader für Flandern?"
Akexander Krieger (Alpecin - Fenix) | Foto: Cor Vos

13.08.2021  |  (rsn) – Nach seinem schweren Trainingssturz vom vergangenen Winter, bei dem er sich mehrere Knochenbrüche zuzog, hätte Alexander Krieger (Alpecin – Fenix) wohl selbst nicht an seine Grand-Tour-Premiere im Jahr 2021 geglaubt. Nun wird der Stuttgarter nach dem Giro d’Italia, den er mit nur wenigen Rennkilometern in den Beinen bestritt, sogar noch die Spanien-Rundfahrt in Angriff nehmen.

"Die Vuelta war ursprünglich nicht geplant, das kam auch für mich sehr überraschend. Das Team hat aber noch einen Fahrer für den Leadout gesucht“, erklärte Krieger gegenüber radsport-news.com. Ausgerichtet ist der belgische Zweitdivisionär auf Sprinter Jasper Philipsen, der bei der letztjährigen Vuelta eine Etappe gewann. Auch diesmal ist ein Tagessieg das große Ziel, zu dem Krieger seinen Teil beitragen soll.

Dabei hat der 29-Jährige die Gewissheit, dass er auch ohne perfekte Vorbereitung durch die drei Wochen einer großen Rundfahrt kommt. “Das hilft natürlich schon. Ich konnte eigene Erfahrungen sammeln und damit wird es ein bisschen einfacher und man ist auch selbstbewusster, da ich ja unter persönlich sehr, sehr erschwerten Bedingungen durchgekommen bin“, betonte Krieger.

Neben Philipsen war der Schwabe zwar der einzige Fahrer aus Alpecins Vuelta-Kader, der zur Vorbereitung nicht die Burgos-Rundfahrt (2.Pro) bestritt, doch seine Leistungen bei der Tour de Wallonie (2.Pro) Ende Juli stimmen Krieger optimistisch. “Ich denke, die Form ist Vuelta-tauglich. Sie ist auf jeden Fall besser als beim Giro. Ich habe ein gutes Gefühl, die Beine drehen sich gut, was sich schon in der Wallonie angedeutet hat. Das sollte sehr gut passen“, betonte er.

Alpecin in Burgos mit beeindruckender Vuelta-Generalprobe

Dass auch der Rest der Equipe seine Hausaufgaben gemacht hat, zeigte Alpecin - Fenix in Burgos, wo Edward Planckaert die Auftaktetappe gewann. Dazu wurde der 21-jährige Österreicher Tobias Bayer auf der ersten Bergetappe beachtlicher Fünfter und belegte Rang 14 im Gesamtklassement. Der Australier Jay Vine schließlich wurde bei der abschließenden Bergankunft an den Lagunas de Neila hinter Vuelta-Mitfavorit Egan Bernal (Ineos Grenadiers) Fünfter.

"Man hat gesehen, dass die Mannschaft echt stark ist. Die Jungs sind fit, Jasper ist fit und er hat ja auch bei der Tour de France gezeigt, was er kann“, spielte Krieger auf Philipsens sechs Podiumsplätze bei der Frankreich-Rundfahrt an.

Über seine persönlichen Ambitionen hat sich Krieger ob der kurzfristigen Nominierung erst wenige Gedanken gemacht. “Letztlich muss man noch das erste Teammeeting abwarten. Aber ich gehe mit den Ziel in die Vuelta, mich als Leadout-Fahrer bestmöglich einzubringen und zum Etappensieg beizutragen“, kündigte er an.

Bei der 76. Vuelta a Espana wird Krieger, der erst kürzlich einen neuen Zweijahresvertrag bei Alpecin unterschrieben hat, deshalb wohl selten freie Fahrt bekommen. Mit einer guten Vorstellung könnte er allerdings auch ein persönliches Ziel erreichen und noch auf den deutschen WM-Zug aufspringen. Die findet Ende September in Flandern statt und auf den engen Straßen mit den kurzen, steilen Anstiegen fühlt sich Krieger ausgesprochen wohl. Da nur eine Handvoll Deutsche in Spanien am Start stehen - und die Bora-Debütanten Anton Palzer und Ben Zwiehoff für den Klassikerkurs nicht in Frage kommen – könnte Krieger beste Werbung in eigener Sache betreiben.

“Ich muss mich noch ein bisschen umhören, wie die Kaderplanung beim BDR ist. Ich hätte natürlich Interesse. Auf Flanderns Straßen komme ich gut zurecht und könnte sicherlich auch eine Hilfe sein. Man muss schauen, wie es sich entwickelt und wie ich aus der Vuelta herauskommen. Ich wäre sicherlich nicht abgeneigt. Es ist immer etwas Besonderes, im Nationaltrikot zu fahren“, betonte Krieger.

Mehr Informationen zu diesem Thema

22.10.2021Lopez: “Movistar schafft bestimmte Dinge nicht gut“

(rsn) - Erstmals seit seinem vorzeitigen Weggang von Movistar hat sich Miguel Angel Lopez öffentlich gegenüber spanischsprachigen Medien zu den Umständen der Trennung geäußert. Movistar und Lopez

18.09.2021Bestätigt: Lopez verlässt Movistar nach Vuelta-Eklat

(rsn) – Nun ist offiziell, was sich in den vergangenen zwei Wochen seit dem Ende der Vuelta a Espana immer mehr andeutete: Miguel Angel Lopez wird das spanische Team Movistar verlassen. Wie sein Arb

07.09.2021Roglic ist der erste, der Romingers Serie einstellen konnte

(rsn - Bis zu Primoz Roglic‘ drittem Vuelta-Gesamtsieg in Folge war der Schweizer Tony Rominger alleiniger Rekordsieger der Spanienrundfahrt. Zwar hatte Roberto Heras das Rennen in den Jahren 2000,

06.09.2021Lopez war rücksichtslos gegenüber seinen Teamkollegen

(rsn) - Der Fall Miguel Angel Lopez (Movistar) hat für heftige Diskussion in der Szene gesorgt. Wie ist es zu bewerten, dass der 27-jährige Kolumbianer aus Trotz während der vorletzten Etappe der V

06.09.2021Mäder: “Das Ergebnis ist vielleicht etwas zu gut ausgefallen“

(rsn) - Für die Vuelta a Espana hatte sich das Team Bahrain Victorious große Ziele gesteckt. Mikel Landa sollte nach seinem sturzbedingten Ausscheiden beim Giro d`Italia nun in seiner spanischen He

06.09.2021Lopez-Aus: Unzue kritisiert scharf, zeigt aber auch Verständnis

(rsn) – Movistar-Teamchef Eusebio Unzué hat sich im spanischen Radio am Sonntag erstmals öffentlich zum Ausstieg seines Schützlings Miguel Angel Lopez bei der Spanien-Rundfahrt am Samstag geäuß

06.09.2021Roglic: körperlich, mental und taktisch in neuen Dimensionen

(rsn) - Primoz Roglic (Jumbo – Visma) war bei dieser Vuelta ein viel beschäftigter Mann. Im Rennen, aber auch noch nach dem Rennen. Während auf dem Platz vor der Kathedrale von Santiago de Compost

06.09.2021Großschartner: “Man gewinnt oder man lernt daraus“

Nach drei Wochen bei der Vuelta a Espana wollte Felix Großschartner im Bus zufrieden mit seiner Leistung sein. Das gab der Österreicher im Trikot von Bora – hansgrohe vor dem Auftakt der Rundfahrt

06.09.2021Video-Highlights zur 21. Etappe der Vuelta a Espana

(rsn) – Mit dem erwarteten Zeitfahr-Triumph von Gesamtsieger Primoz Roglic (Jumbo – Visma) ist die 76. Vuelta a Espana am Sonntag in Santiago de Compostela zu Ende gegangen. Beeindrucken konnte ab

05.09.2021Roglic kannte bei seinem 3. Vuelta-Triumph keine Gnade mit Mas

(rsn) – Sein Sieg kam nur wenig überraschend; Primoz Roglic (Jumbo – Visma), der Goldmedaillengewinner von Tokio im Zeitfahren, hat mit seinem Triumph im Kampf gegen die Uhr in Santiago de Compos

05.09.2021Roglic gewinnt Zeitfahren und feiert 3. Gesamtsieg in Folge

(rsn) - Primoz Roglic (Jumbo – Visma) hat auch im abschließenden Zeitfahren der Vuelta a Espana seine Überlegenheit mit einem deutlichen Sieg demonstriert. Der Slowene überholte kurz vor dem Ziel

05.09.2021Palzer: “Ich habe noch nie so viel leiden müssen“

(rsn) - Es war ein völlig neues Kapitel seiner Karriere, dass Anton Palzer vor drei Wochen in Burgos aufschlug und nun in Santiago de Compostela erfolgreich abschloss. Der 28-Jährige, der im April a

Weitere Radsportnachrichten

26.09.2026“Slowakei nominiert Masseur für WM-Rennen“

(rsn) – Wie das slowakische Sportportal sportnet meldet, wird der slowakische Radsportbund am Sonntag einen Masseur ins WM-Rennen der Männer schicken. Man hat das Recht, bis zu vier Fahrer aufzuste

26.09.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages

(rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht

25.09.2026Deutschlands Jüngste glänzen in Montreal: 16-Jährige Bieberle WM-6.

(rsn) – Die deutschen Juniorinnen haben im Straßenrennen bei den Weltmeisterschaften von Montreal in Kanada zwar keine Medaille gewonnen, mit ihrem Abschneiden aber trotzdem überzeugt. Die Plät

25.09.2026Deutsche U23 selbstkritisch: “Weit unter unseren Möglichkeiten“

(rsn) – Die Enttäuschung war den drei bestplatzierten deutschen Fahrern im U23-Straßenrennen der Männer bei den Weltmeisterschaften von Montreal anzumerken. Moritz Mauss, Paul Fietzke und Max Boc

25.09.2026Neira besorgt Spanien den nächsten U19-Titel, Grossmann holt Bronze

(rsn) – Alejandra Neira hat die spanische Siegesserie bei U19-Weltmeisterschaften fortgesetzt. Ein Jahr nach dem Triumph von Paula Ostiz bei den Juniorinnen in Kigali sowie einen Tag nach dem Sieg v

25.09.2026Barry fährt am Geburtstag in der Gruppe des Tages zum Titel

(rsn) – Noch bevor bei der Podiumszeremonie “The Star-Spangled Banner“ erklang, stimmte das Publikum “Happy Birthday to you“ an. Denn an seinem 19. Geburtstag hat sich Ashlin Barry den Tit

25.09.2026WM-Raser kommt nicht ungestraft davon

(rsn) – Der spanische Teammanager, der beim WM-Juniorenrennen der Männer mit dem Teamauto über die Strecke gerast ist, kommt nicht ungestraft davon. Eleuterio Anguita wird vom Rest der Straßen-We

25.09.2026Martinez profitiert beim CRO Race von De Gendts Pech

(rsn) – Nach zweieinhalb Jahren ohne Sieg hat Daniel Felipe Martínez (Red Bull – Bora – hansgrohe) die 4. Etappe des CRO Race (2.Pro) für sich entschieden. Der Kolumbianer war der Schnellste i

25.09.2026Walscheid beendet seine Karriere

(rsn) - Nach elf Jahren als Berufsradfahrer wird Maximilian Walscheid (Lidl – Trek) seine Karriere am Ende der Saison beenden und in eine neue Rolle in Lidls Leistungszentrum in Bad Wimpfen an der S

25.09.2026Cobo schafft den Sprung in die WorldTour

(rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr

25.09.2026Wer kann Vallieres den Titel beim Heimspiel entreißen?

(rsn) – Am Samstag möchte Magdeleine Vallieres in Montreal, 130 Kilometer von ihrer Geburtsstadt Sherbrook entfernt, ihren in Kigali errungenen Sensationstitel verteidigen. Einfach wird das Heimspi

25.09.2026Winter wollte schlau fahren, hatte aber “fast keine Ahnung, wie´s geht“

(rsn) - Obwohl sie im Straßenrennen nur knapp eine Medaille verpasste, stellte sich Mara Winter nach dem harten Rennen der U23-Fahrerinnen, das sie über zehn Runden auf dem schweren Straßenkurs in

RADRENNEN HEUTE

    Radrennen Männer

  • Grand Prix Cerami (1.2, BEL)