--> -->
11.03.2026 | (rsn) – Vom Startschuss weg entwickelte sich die 4. Etappe von Paris-Nizza zu einem denkwürdigen Rennen. Auf der Windkante setzte sich eine fast 40-köpfige Gruppe vom Rest des Feldes ab – mit dabei Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) und gleich fünf Profis von Red Bull – Bora – hansgrohe. Nach turbulenten 195 Kilometern, die von Nässe, Kälte und Wind sowie zahlreichen Stürzen gekennzeichnet waren, holte sich der Däne schließlich den Tagessieg vor Red-Bull-Kapitän Daniel Martinez.
Zudem übernahm Vingegaard das Gelbe Trikot von Juan Ayuso (Lidl – Trek), der knapp 50 Kilometer vor dem Ziel gestürzt war und das Rennen aufgeben musste.
Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike / Sieger und Gelbes Trikot – Flash-Interview):
“So einen verrückten Tag hatten wir nicht erwartet! Zuerst gab es direkt vom Start weg Seitenwind. Schon dort sind einige Fahrer abgehängt worden. Viele haben heute gefroren. Ich nicht, weil ich viele Schichten an hatte, was auch der Grund ist, warum ich sie nicht ausziehen konnte. Auch der Regen hat das Rennen geprägt. Edoardo (Affini) war den Großteil des Tages bei mir und hat einen super Job gemacht. Wir haben ziemlich große Abstände gesehen und natürlich bin ich froh, in der Gesamtwertung so viel Vorsprung zu haben. Jetzt ist unser Ziel, das Gelbe Trikot bis nach Nizza zu verteidigen, aber wenn ich mich gut fühle, ist es natürlich immer schön, noch weitere Etappen zu gewinnen.“
Daniel Martinez (Red Bull - Bora - hansgrohe / Zweiter / Flash-Interview):
“Heute war die Etappe von Anfang an sehr, sehr, sehr hart, mit Seitenwind. Wir haben versucht, den ganzen Tag vorne zu bleiben, ich glaube, das Team hat heute eine fantastische Arbeit geleistet. Am Ende hatte ich wirklich keine Kraft mehr, wir haben heute eine gute Arbeit abgeliefert. Wie ihr seht, sind wir zufrieden mit dieser Leistung hier.”
Tim van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe / Dritter / Red Bull – Bora – hansgrohe):
“So ist Paris-Nizza. Jeder hasst dieses Wetter. Aber wir waren kurz nach dem Start zu sechst im ersten Feld. Wir hatten den ganzen Tag die Kontrolle. Am Ende haben Mick und ich, so gut wir konnten, für das Klassement von Martinez gearbeitet. Wir wollten die Lücke so weit wie möglich ausbauen. Das hat enorm wehgetan, war aber superwichtig. Es war perfektes Teamwork.“
Georg Steinhauser (EF Education - Easy Post / Platz 5 / Flash-Interview):
“Tage wie diese sind extrem hart. Es gab gleich vom Start weg Seitenwind. Ich habe es aber mit Kasper (Asgreen) in die vordere Gruppe geschafft. Wir sind ruhig geblieben und ich war zum Glück nicht in den Sturz involviert. Ich war nicht in der ersten Gruppe, aber meine Beine waren gut und ich konnte eine starke Etappe fahren.“
Kevin Vauquelin (Ineos Grenadiers / Sechster / Instagram):
“Stell dir vor, dass du in der ersten Reihe fährst und ein Fahrer schiebt dich zurück ins Feld, wodurch du ins Hintertreffen gerätst, weil sofort Windstaffeln entstehen. Nein, ich mache keine Witze. Stell es dir mal vor. Ein Soudal-Fahrer.“
Alex Baudin (EF Education - Easy Post / Platz 16 / Flas- Interview):
“Es ist gleich nach dem Start auseinandergegangen. Es hing viel von der Positionierung ab. Ich war etwas weiter hinten und habe mich dann in der zweiten Gruppe wiedergefunden. Als das Feld einmal geteilt wurde, war es gar nicht mehr so schwer. Wir haben die Teams, die vorne vertreten waren, die Arbeit machen lassen. Später ging es dann in den Hügeln richtig los. Insgesamt war es ein harter Tag.“
Eduardo Affini (Visma - Lease a Bike / Platz 19 / Flash-Interview):
“Es war eine schnelle, verrückte Etappe. Ich konnte bei Jonas bleiben und sicherstellen, dass er vorne ist. Leider waren wir nur zu zweit, deshalb mussten wir ein bisschen pokern. Ich war in der Abfahrt hinter Ayuso, als er gestürzt ist. Ich weiß nicht genau, was passiert ist, aber ich glaube, er ist mit dem Hinterrad weggerutscht. Ich konnte zum Glück noch bremsen und einen Sturz verhindern. Es wäre für uns beide schlecht gewesen, wenn ein 85-Kilo-Fahrer bei 70 km/h in einen anderen crasht.“