Auf bestem Weg zum Paris-Nizza-Sieg

Vingegaard vertreibt die schlechten Erinnerungen an das Vorjahr

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Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) | Foto: Cor Vos

13.03.2026  |  (rsn) – Mit einem imponierenden Soloritt über mehr als 20 Kilometer hat Jonas Vingegaard (Visma – Lease a Bike) auf der 5. Etappe von Paris-Nizza alle schlechten Erinnerungen an das Vorjahr vertrieben: Genau auf dem Terrain, auf dem er auf dem ebenfalls fünften Teilstück der Fernfahrt stürzte und tags darauf nicht mehr weiterfahren konnte, stellte der Däne diesmal nun die Konkurrenz in den Schatten.

Damit krönte Vingegaard eine beeindruckende Vorstellung seines Teams, das den ganzen Tag über das Rennen kontrolliert und dem Kapitän wie vorgesehen am schwersten Anstieg des Tages dessen Attacke vorbereitet hatte. “Unser Plan war dann tatsächlich, am steilen Anstieg – wie wir auf niederländisch sagen – jeden an der Gurgel zu packen. Und ‘Killer Jonas‘ hat sie dann alle zerstört“, beschrieb Routinier Victor Campenaerts im Ziel-Interview in drastischen Worten die vorentscheidende Situation.

Offensichtlich hatte Vingegaard auch sein Trainingsunfall von Malaga und eine spätere Erkrankung, die ihn zum Verzicht auf die UAE Tour zwang, nicht aus dem Tritt bringen können. “Jonas ist seit dem Trainingscamp im Dezember total entspannt und kam richtig bereit für Paris-Nizza an“, berichtete Campenaerts und betonte: “Er wollte hier keine Trainings-Rennkilometer sammeln, sondern in die Rundfahrt alles reinlegen.

Das demonstrierte Vingegaard bereits auf der 4. Etappe, auf der gleich fünf Red-Bull-Profis chancenlos gegen ihn waren. Nur 24 Stunden später schlug er erneut zu, in noch dominanterer Art und Weise. “Ich wollte das hier nicht nur persönlich gewinnen, sondern für das ganze Team. Sie haben heute super gearbeitet und dafür gesorgt, dass sich vorne eine große Gruppe etablieren konnte. Wir wollten dann nicht nur gewinnen, sondern so viel Zeit wie möglich an Vorsprung mitnehmen“, sagte der 29-Jährige im Flash-Interview.

Mehr als zwei Minuten Vorsprung fuhr sich Vingegaard auf den letzten 20 Kilometern gegenüber den Konkurrenten heraus, im Gesamtklassement liegt er nun 3:22 Minuten vor Red-Bull-Kapitän Daniel Felipe Martinez und dem Deutschen Georg Steinhauser (EF Education – EasyPost).

“Natürlich ist das Ganze noch nicht gewonnen, da wir noch drei Etappen haben, auf denen immer viel passieren kann“, sagte er erwartungsgemäß zurückhaltend. Dennoch wird wohl nur ein Sturz verhindern können, dass Vingegaard am Sonntag auch Paris-Nizza in seiner Siegesliste einfügen wird – zumal er auch seinem Team vertrauen kann. 

“Heute haben wir genau unseren Plan umgesetzt, den wir vorher einige Mal schon besprochen hatten. Ich sollte am ersten Anstieg eine Lücke reißen, dann kam die Gruppe aber sehr nahe und wir gingen zu dem ursprünglichen Plan fürs Finale wieder zurück. Das ganze Team hat sich für mich zerrissen und bin sehr froh, dass ich es ihnen mit dem Sieg zurückzahlen konnte“, fügte Vingegaard am Donnerstagabend an.

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