Verwirrung um Red Bulls Roubaix-Sechsten

Welche Startnummer? Mick oder Tim – Hauptsache van Dijke

Von Kevin Kempf

Foto zu dem Text "Welche Startnummer? Mick oder Tim – Hauptsache van Dijke"
Red Bulls Zwillinge Mick und Tim van Dijke (von links nach rechts) | Foto: Cor Vos

13.04.2026  |  (rsn) – Tim van Dijke (Red Bull – Bora – hansgrohe), Zweiter beim Omloop Nieuwsblad (1.UWT) und heimlicher Star bei Jonas Vingegaards Sieg auf der 4. Etappe bei Paris-Nizza, fuhr auch bei der 123. Ausgabe von Paris-Roubaix (1.UWT) ein fantastisches Rennen - meinte man. Mit seiner Nummer 96 auf dem Rücken schien er in der Gruppe um Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) im Kampf ums Podium dabei zu sein. Bis Zweifel aufkamen…

“Das ist Mick van Dijke“, war man sich zuerst in den Niederlanden relativ sicher. Die Nachricht verbreitete sich über das Internet in aller Herren Länder und kam so in den letzten Winkeln der Erde an. Auch in Deutschland war auf den letzten Kilometern klar, dass die Zwillingsbrüder offenbar die Nummern getauscht hatten. Mick feierte als Sechster im Velodrom seinen größten Karriereerfolg. Tim gab krank auf, wie sein Bruder bei Wielerflits erklärte.

Dort gab er auch Preis, wie es zur Verwechslung kam. “Heute Morgen im Bus habe ich meine Rückennummer bekommen. Es ist Aufgabe der Mannschaft, zu kontrollieren, ob die zu mir oder zu Tim gehört. Sie waren immerhin für einen van Dijke. Leider nicht für den Richtigen“, lachte er. Laut offizieller Startliste der ASO hätte Tim mit der 96 starten sollen, Mick mit der 97. Ein Grund für die Irritation könnte sein, dass mit dieser Reihenfolge anders als üblich vorgegangen wurde. Normalerweise wird nach dem Kapitän alphabetisch aufgestellt.

Selbst van Dijke wusste unterwegs nicht, für welche Verwirrung er gesorgt hatte. “Ich hatte keine Ahnung. Erst im Ziel kamen ein paar Menschen zu mir, um es mir zu erzählen.“ Der 26-Jährige vermutet nicht, dass er eine Strafe für das Tragen einer falschen Rückennummer zu befürchten hat. Mit Zurücksetzungen haben die van Dijkes in Roubaix nämlich bereits schlechte Erfahrungen gemacht, denn Tim wurde 2024 vom achten auf den 16. Platz relegiert, weil er im Velodrom unter der Cote d’Azur, der unteren Begrenzungslinie der Bahn, sprintete.

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