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10.06.2026 | (rsn) – Nach dem gestrigen Teamzeitfahren der Tour Auvergne-Rhone-Alpes (2.UWT) konnte sich Wout van Aert zwar mit seinen Mannschaftskollegen über den Sieg freuen. Die persönliche Bilanz des Paris-Roubaix-Gewinners fiel aber weniger erfreulich aus, nachdem er überraschend früh abgehängt worden war.
Nur 24 Stunden später legte sich Visma – Lease a Bike für van Aert mächtig ins Zeug, um auf der 4. Etappe über 167,4 Kilometer zwischen Le Puy-en-Velay und Montond-les-Bains einen Massensprint herbeizuführen. Das Unterfangen gelang allerdings nicht, denn die Ausreißer machten mit vier Sekunden Vorsprung den Sieg unter sich aus, wobei Quinn Simmons (Lidl – Trek) das beste Ende für sich hatte.
Dafür präsentierte sich Visma – Lease a Bike aber erneut von seiner besten Seite und warf vor allem auf den letzten 30 Kilometer alles in die Waagschale. “Wenn du diese Burschen hast, die für dich fahren, willst du dein Bestes geben. Das hab ich heute gemacht, aber wir sind etwas zu spät gekommen“, lobte der 31-jährige van Aert seine Helfer für deren starke Vorstellung.
Letztlich gewann er den Sprint des Feldes, doch das bedeutete am Ende lediglich Rang zehn. Danach zog der Belgier gegenüber CyclingPro.net ein durchaus positives Fazit, auch wenn es nicht zum zweiten Saisonsieg gereicht hatte. “Ich habe mich im Finale gut gefühlt. Ich denke, dass ich den Sprint des Pelotons gewonnen habe. Ein paar Fahrer waren aber vor uns. Das war etwas unglücklich. Wir sind auf Sieg gefahren und ich bin zufrieden damit“, sagte van Aert, der nach einem Trainingssturz angeschlagen zur Tour-Generalprobe angetreten war und seinen gestrigen Auftritt als Rückschlag verbuchen musste.
Umso erfreulicher verlief für ihn die 4. Etappe, auf der er sich trotz des letztlich unbefriedigenden Resultats stark präsentierte. “Das Team ist sehr gut gefahren. Wir hätten es heute gar nicht zeigen müssen, denn wir haben es gestern schon gezeigt. Ein Teamzeitfahren zu gewinnen, in dem ich früh raus war und Ben (Tulett) einen Reifenschaden hatte, ist ziemlich verrückt“, blickte er nochmals auf den gestrigen Tag zurück.
Viel fehlte nicht und Visma – Lease a Bike hätte den nächsten Sieg bejubeln können. Eine weitere Chance darauf bietet sich auf der morgigen 5. Etappe, deren Profil einen Massensprint erwarten lässt. Dann wird van Aert beweisen können, ob mit Blick auf die Tour de France seine Formkurve tatsächlich nach oben zeigt.