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01.08.2026 | (rsn) – Lorena Wiebes (SD Worx - ProTime) ist die Gewinnerin der 1. Etappe der Tour de France Femmes in Lausanne. Die Top-Sprinterin musste sich diesmal bergauf beweisen - gegen Klassement-Favoritinnen wie Demi Vollering (FDJ - Suez) Kim Le Court (AG Insurance - Soudal), Kasia Niewiadoma-Phinney (Canyon - Sram) und Co.
Auf den letzten 200 Metern war die Niederländerin aber wie gewohnt nicht zu schlagen. Antonia Niedermaier (Canyon - Sram) wurde als beste Deutsche 17., verlor aber schon acht Sekunden auf einige andere Favoritinnen.
In unserem Stimmensammler können Sie nachlesen, was die Protagonistinnen zum Rennen zu sagen hatten.
Lorena Wiebes (SD Worx – Protime / Etappensiegerin & Gelbes Trikot / Flash-Interview): "Ich kann es fast nicht glauben. Das Team hat superhart gearbeitet heute. Am Ende kam Anna noch nach vorne, einen Kilometer vor Schluss. Dann hat Demi attackiert und ich dachte: Okay, da muss ich mit! Es war ein langer Sprint, aber ich bin superhappy! Das Team hat mir Extra-Energie gegeben. Alle, auch der komplette Team-Staff, haben volles Vertrauen in mich gehabt, obwohl ich selbst ein paar Zweifel hatte. Dafür bin ich super dankbar!"
Nienke Vinke (SD Worx – Protime / 59. Platz / Eurosport): "Das Gelbe Trikot bedeutet sehr viel für uns. Das war ein wirklich großes Ziel von uns. Das ist aber nie einfach, deshalb ist es umso schöner, wenn es funktioniert. Wir sind bereits vom Start weg alle für Lorena gefahren. Wir haben nicht an ihr gezweifelt. Natürlich ist sie eine Sprinterin, aber eine, die auch sehr gut klettern kann. Wir wussten, dass sie es schaffen kann. Wir werden ein bisschen feiern, aber sicher nicht zu viel, denn wir haben noch acht Tage vor uns."
Noemi Rüegg (EF Education – Oatly / Etappen-5. / Eurosport): "Es war brutal brutal. Ein super schnelles Finale diesen letzten Anstieg hoch. Wir sind von unten Vollgas gefahren und ich habe bis oben ziemlich gelitten. Es war ein bisschen Zockerei, wann man losfahren soll, und ich hatte nicht wirklich das Selbstvertrauen, um früher loszulegen. Cedrine hat einen tollen Leadout gefahren, und am Ende können wir happy sein, wenn man schaut wo ich vor drei Monaten war. Aber natürlich will man mehr. Die Unterstützung an der Strecke war verrückt. Vielen Dank an alle, die heute rausgekommen sind. Ich konnte das wirklich spüren und alle haben geschrien – all die Schweizer Fans, das war wirklich toll. Danke!"
Mischa Bredewold (SD Worx – Protime / Etappen-57. / Eurosport): "Es war wirklich hart – so chaotisch! Elena Cecchini hat am Anfang so viel Arbeit verrichtet, dass ihre Rolle im Leadout dann an mich weitergewandert ist. Und weil auch Nienke (Vinke) und Valentina (Cavallar) so viel gearbeitet haben, konnte ich mich etwas schonen, um alles in den Leadout zu stecken. Ich denke das hat ganz gut funktioniert: Ich konnte Lorena am Hinterrad von Marianne (Vos) abliefern. Dann bin ich noch etwas dabei geblieben, um zu sehen ob alles klappt. Und am Ende ist sie im Anstieg perfekt losgefahren, hatte Lotte (Kopecky) noch als Unterstützung bei sich. Es war wirklich wie aus dem Lehrbuch."
Nikola Noskova (Cofidis / kämpferischste Fahrerin / Eurosport): "Der Plan vom Team war, dass ich versuche, auf das Gepunktete Trikot zu fahren. Ich habe nicht erwartet, dass es in der Spitzengruppe den gesamten Tag über so hart sein wird. Der Parcours war nicht einfach und es war für mich sehr schwer, weiter Gas zu geben. Die Atmosphäre an der Strecke war unglaublich. Am letzten Anstieg war ich schnell abgehängt, denn als mich das Peloton eingeholt hat, konnte ich das Tempo nicht mitgehen. Ich bin dann mein eigenes Tempo gefahren, es war trotzdem hart, aber die Fans haben es zu etwas Besonderem gemacht und etwas einfacher."
Rosa Klöser (Canyon – SRAM / Etappen-44. / RSN): "Es war hart wie erwartet. Leider gab es heute schon einige Stürze, unser Team ist aber supergut durchgekommen und das war heute unser Ziel Nr. 1 – und keine Zeit im GC zu verlieren. Das können wir also groß abhaken heute, haben es gut gemeistert. Jeder kommt hier top vorbereitet hin – ob mit Rennen, was manche ja in der Vorbereitung präferieren. Aber ich würde sagen 80 Prozent kommen mittlerweile aus einem dreiwöchigen Höhentrainingsblock. Klar, da ist das Level nochmal höher. Man sieht das auch: Wenn wir am Berg Tempo fahren, sind wir trotzdem noch eine Gruppe von 40. Das ist schon nochmal ein anderes Level."
Linda Riedmann (Lotto – Intermarche / 42. Platz / RSN): "Am Anstieg gab es schon ein hartes Tempo. Beim vorletzten ging es noch. Da war es ein bisschen ruhiger. Es war insgesamt ein harter Tag, der letzte Anstieg war schneller, als ich gehofft habe, und der Akku war dann etwas leer. Ich denke, ich habe alles rausgeholt, was drinnen war. Ich hätte schon auf etwas bessere Beine am Ende gehofft, aber es kommen ja noch ein paar Tage.
Hannah Ludwig (Cofidis / Etappen-144. / RSN): "Mir ging's nicht gut, aber ich bin stolz aufs Team und ich hoffe, dass es mir morgen besser geht. Noskova für Gruppe geplant? "Es war geplant, dass eine von uns dabei sein soll. Welche, das kann man ja nie vorher so festlegen. Wir sind sehr, sehr, sehr stolz auf sie. Ich habe seit ein paar Wochen Probleme mit dem Magen. Ich dachte, es wäre jetzt besser, denn das war es im Training. Aber im Rennen nicht. Trotzdem: Ich bin positiver Dinge und jeden Tag schauen wir weiter. Ich musste mich immer übergeben und weiß nicht richtig warum. Aber jetzt schauen wir mal."
Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech / Etappen-4. / RSN): "Das Ziel war natürlich der Etappensieg. Ich war nah dran, aber nicht nah genug. Wiebes war super im Sprint und ich war gut positioniert, denke ich – aber Wiebes zu schlagen und auch Le Court, das ist was anderes. Ich freue mich aber auf die nächsten Tage. Die 1. Etappe ist immer wichtig. Aber ansonsten schauen wir eigentlich von Tag zu Tag. Ich denke es wird noch Möglichkeiten geben. Ich bin den Mont Ventoux gefahren, als ich 10 war, glaube ich – auf dem Mountainbike. Mein Ziel wird also sein, die damalige Zeit zu unterbieten. Eine Stunde, 52 Minuten waren es damals."