Multi-Disziplin-Ass beim Tour-Auftakt Vierte

1:52! Pieterse will am Ventoux eigenen Uralt-Rekord schlagen

Von Felix Mattis mit Jens Claussen aus Lausanne

Foto zu dem Text "1:52! Pieterse will am Ventoux eigenen Uralt-Rekord schlagen"
Puck Pieterse bei der Team-Präsentation im Tour-Sondertrikot von Fenix - Premier Tech. | Foto: Cor Vos

01.08.2026  |  (rsn) – Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech) hat den erhofften Tagessieg zum Auftakt der Tour de France Femmes 2026 (2.WWT) knapp verpasst. Die Niederländerin musste sich im Sprint am Ende der 2,5 Kilometer langen und im Schnitt 4,6 Prozent steilen Schlussrampe von Lausanne sowohl Lorena Wiebes (SD Worx – Protime) als auch Kim Le Court (AG Insurance – Soudal) und Demi Vollering (FDJ United – Suez) geschlagen geben, kam in ihrer gewohnt lockeren Art aber gar nicht erst auf den Gedanken, Trübsal zu blasen.

"Das Ziel war natürlich der Etappensieg. Ich war nah dran, aber nicht nah genug", sagte sie radsport-news.com und ordnete ein: "Wiebes war super im Sprint und ich war gut positioniert, denke ich – nur: Wiebes zu schlagen und auch Le Court, das ist was anderes. Ich freue mich aber auf die nächsten Tage."

Sie sehe noch einige weitere Möglichkeiten für sich bei dieser Frankreich-Rundfahrt, und dürfte damit auch richtig liegen. Gerade für Fahrerinnen mit ihrem Profil bietet diese Tour viel. Die von vielen als entscheidend ausgemachte Bergankunft am Mont Ventoux aber könnte wohl einen Tick zu schwer sein, als dass die spritzige Hügelspezialistin dort gewinnen könnte.

Auf die Frage, ob sie am Provence-Riesen eine Erkundungsfahrt gemacht habe, scherzte sie deshalb im kurzen Gespräch mit RSN: "Nein, ich bin den Mont Ventoux gefahren, als ich 10 war, glaube ich – auf dem Mountainbike. Mein Ziel wird also sein, die damalige Zeit zu unterbieten. Eine Stunde und 52 Minuten waren es damals", so die 24-Jährige.

Pieterse, die 2024 in Lüttich bereits eine Tour-Etappe gewann, fährt eine überragende Saison: Sie war Sechste bei der Strade Bianche, Vierte bei Mailand-Sanremo, Dritte der Flandern-Rundfahrt und jeweils Zweite beim Fleche Wallonne sowie Lüttich-Bastogne-Lüttich. Auf einen Sieg auf der Straße wartet sie im Jahr 2026 aber noch.

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