RSNplusCanyon - SRAM hat Ziel Nr. 1 erreicht

Klöser mit ihrer Tour-Premiere rundum zufrieden

Von Jens Claussen aus Lausanne

Foto zu dem Text "Klöser mit ihrer Tour-Premiere rundum zufrieden"
Rosa Maria Klöser (Canyon - Sram) gibt ihr Debüt bei der Tour de France Femmes | Foto: Cor Vos

01.08.2026  |  (rsn) - Der Canyon-Plan, Podiumsanwärterin Kasia Niewiadoma-Phinney auf der ersten Etappe der Tour de France Femmes (2.WWT) schadlos zu halten, ist für das Team von Manager Ronny Lauke voll aufgegangen. In einem hektischen Finale, in dem es noch wenige hundert Meter vor der Ziellinie zu einem Sturz kam, belegte die polnische Leaderin in einem Bergaufsprint den siebten Platz - und wurde zeitgleich mit ihren Hauptkonkurrentinnen um die Tour-Krone, Demi Vollering (FDJ United - Suez) und Pauline Ferrand-Prévot (Visma - Lease a Bike), gewertet.

Kaum sichtbar von den Strapazen des Tages gezeichnet, war Teamkollegin Rosa Maria Klöser offenkundig stolz auf die Teamleistung, als sie nach Rennende zu RSN sagte: “Unser Team ist super gut durchgekommen und das war heute unser Ziel Nr. 1 – und keine Zeit im GC zu verlieren. Das können wir also groß abhaken heute, wir haben es gut gemeistert." Wie alle anderen Favoriten Teams war ihre Mannschaft nicht in die zahlreichen Stürze des Tages verwickelt und zudem in jeder Rennsituation auf Höhe des Geschehens gewesen, wie Klöser weiter ausführte. ___STEADY_PAYWALL___

"Am Berg zu Rennmitte haben wir schon etwas Tempo gemacht, um einfach auch etwas Laktat in die Beine der Sprinter zu kriegen. Da haben wir schon auch mit Führungen übernommen und uns vorne mit gezeigt. Aber auf der anderen Seite haben wir auch nicht den Favoriten-Sprinter mit dabei, und deswegen ist es auch nicht an uns, dass wir hier komplett von vorne Tempo fahren müssen im Finale”, beschrieb sie die Teamtaktik.

Helferrolle in den Bergen für Klöser

Ihre Rolle, die sie auch in den weiteren Etappen bekleiden werde, habe sie dabei laut eigener Aussage gut gespielt. "Ich bin als Berg-Support hier und meine Aufgabe ist es, Antonia und Kasia an den Anstiegen zu positionieren und sie davor aus dem Wind zu nehmen, damit die Beiden so viel Energie sparen können, wie möglich.” Wichtige Arbeit, die heute nicht nur in einem Top-Ten Ergebnis ihrer Leaderin fruchtete. Auch Antonia Niedermaier, als Edelhelferin und eventuelles Back-Up für Niedermaier bei dieser Tour angetreten, musste lediglich im Finale abreißen lassen und liegt mit einem Rückstand von acht Sekunden auf die Gesamtführende Lorena Wiebes (SD Worx - Protime) in Schlagdistanz.

Auch wenn Gravelspezialistin Klöser einen harten Auftakt erwartet hatte, unterstrich sie abschließend, wie “anders” ein Straßenrennen bei Tour gefahren werde. “Jede kommt hier top vorbereitet hin – ob mit Rennen, was manche ja in der Vorbereitung präferieren. Aber ich würde sagen 80 Prozent kommen mittlerweile aus einem dreiwöchigen Höhentrainingsblock. Klar, da ist das Level nochmal höher. Man sieht das auch: Wenn wir am Berg Tempo fahren, sind wir trotzdem noch eine Gruppe von 40. Das ist schon nochmal ein anderes Level”, musste sie feststellen.

Rosa Maria Klöser rollt Richtung Start vr der 1. Etappe der Tour de France Femmes | Foto: Cor Vos

Angesprochen auf die Hitze konnte die Tourdebütantin nur milde lächeln. "Ich finde heute ging's eigentlich. Man darf sich ja mittlerweile über 31 Grad freuen. Wenn die 4 vorne steht, wird's ein bisschen zach, würde ich sagen."

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