29. Juni bis 21. Juli 2019 - 21 Etappen - Reise-Pakete

Le Loop: Die Tour de France fahren, benachteiligte Kinder unterstützen

Foto zu dem Text "Le Loop: Die Tour de France fahren, benachteiligte Kinder unterstützen"
Le Loop 2018 in Paris. | Foto: Le Loop

05.12.2018  |  (rsn) - Auf den Spuren der Tour-de-France-Profis unterwegs zu sein, ist für viele Hobby-Radsportler ein Traum. Einzelne Passagen abzurollen, ist meist kein großes Problem, doch wer ganze Tour-Etappen bewältigen will, der steht oft vor einer logistischen Herausforderung: Wie bringe ich mein Gepäck vom Start- zum Zielort, von Unterkunft zu Unterkunft.

Eine ganz besondere Art, die Tour de France selbst zu erfahren,
ist das britische Charity-Projekt "Le Loop", lange bekannt als "Tour de Force". Hier kann man jedes Jahr die Original-Tour-Route der Frankreich-Rundfahrt jeweils eine Woche vor den Profis entweder komplett fahren, oder einen von zehn Happen, den die Veranstalter ausgewählt haben: die "Loops". Man legt sozusagen schon mal Spuren für die Profis - im eigenen Tempo, ohne Zeit-Limit und ohne Renn-Charakter.

Im Reise-Paket sind Begleitung während der Etappen, vier Verpflegungsstationen pro Tag, Gepäcktransport, Unterkünfte, Frühstück und Abendessen sowie die Unterstützung durch Mechaniker und medizinische Betreuung. Sogar Massagen gibt es, für einen kleinen Aufpreis.

Vom 29. Juni bis 21. Juli sind die "Loop"-Teilnehmer
im kommenden Jahr in Frankreich unterwegs, in Brüssel, in den Alpen und Pyrenäen, in Paris - überall, wo auch die Profis jeweils sieben Tage später fahren werden. Wählen kann man zwischen "Loops" mit einer Länge zwischen zwei Tagen oder der kompletten Tour.

Doch "Le Loop" hat neben dem Abradeln der Tour-Route einen weiteren Sinn: Mit der Anmeldung verpflichten sich die Teilnehmer, eine bestimmte Spendensumme für den britischen William Wates Memorial Trust zu sammeln. Diese Stiftung setzt sich für benachteiligte junge Menschen ein, um zu verhindern, dass diese in die Kriminalität abrutschen.

Sie wurde von der Familie des jungen William Wates
ins Leben gerufen, der während eines Auslandsaufenthalts 1996 in Zentral-Amerika der Straßenkriminalität zum Opfer geworden und gestorben ist. Seit der ersten "Tour de Force" im Jahr 2006 hat das Event laut William Wates' Vater Rick Wates, dem Vorsitzenden von "Le Loop", mehr als drei Millionen Pfund an Spenden eingebracht.

Die Anmeldegebühr beträgt zwischen 450 Pfund (für zwei Etappen und drei Nächte) und 3700 Pfund (für 21 Etappen und 24 Nächte). Dazu kommen Fundraising-Verpflichtungen zwischen 800 und 3000 Pfund, je nach ausgewählter "Loop".

Hier das Video von 2018:

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