Velodom Köln - Teilnehmer-Bericht - Platz 7 für Kapitän Kathrin

Team Muax-Schwalbe: die zweite Chance genutzt

Von Christian Hoff

Foto zu dem Text "Team Muax-Schwalbe: die zweite Chance genutzt"
die Wasserschlacht von Köln | Foto: sportograf.de

09.04.2012  |  Letztes Jahr in Köln war unsere Gleichung "gutes Wetter = gute Leistung" nicht aufgegangen. Aber immerhin konnten wir Cheffe Enrico von unserem Kampfgeist überzeugen, und so folgten wir gerne seiner Einladung zum "Team Muax - die zweite Chance".

In diesem Jahr also bei deutlich schlechterem Wetter, versuchten wir erneut unser Glück. Ziel sollte weiterhin sein, unsere Kapitänin Kathrin in die Top Ten zu fahren. Ordentlich Grundlage hatte sie in ihrem Trainingslager auf Malle gelegt. Der Rest vom Team hatte auch schon einiges an Trainingskilometern abgespult - wir waren bereit für den Ostermontag.

Der Wetterbericht dämpfte die Vorfreude nur wenig, und so ging es dann auf die Strecke. Weit vorne einsortiert, konnten wir das Rennen gut beginnen, und hatten zu Beginn nur einen Fahrer verloren.

An der Mühlheimer Brücke wurden wir durch einen Sturz und dem daraus resultierenden Stau auf zwei Gruppen verteilt. Ich konnte jedoch auf Kathrin, Enrico und Joachim wieder aufschließen. Dirk, der sich hinter uns befand, konnte sich später auch wieder herankämpfen, und kam stark zurück.

So ganz blieben wir auch in diesem Jahr von Pannen nicht verschont. Es erwischte Cheffe Enrico selbst, der von einer Scherbe gestoppt wurde, und sein Team auf der Altenburger Dom-Straße ziehen lassen musste. Der Schlauchwechsel gestaltete sich schwierig, das Ventil verkantete...

So war Roland derjenige, der von Enricos Panne profitierte: Er traf seinen Cheffe wieder, der ihn dann als Edelhelfer durch das gesamte Rennen begleitete.

In einer Gruppe mit Joachim und Kathrin konnte ich aus der letzten Position sehen, wie sich unsere Kapitänin geschickt im Feld versteckte, und kräftesparend in den neuen Anstieg nach Bechen hochfuhr. An diesem - wie ich finde - deutlich schwereren Weg hoch zum "Esel" musste ich dann erkennen, dass Kathrin am heutigen Tag deutlich stärker war.

Ich ließ also abreißen und schaute, dass ich in meinem Tempo hochfuhr. Auf dem Weg nach Sand konnte ich in einer Gruppe um Gerald Cioleks Vater kurz Kraft sammeln, um dann flüssig die schwersten 600 Meter des Rennens hoch zu kurbeln.

In diesem Anstieg schloss auch Dirk wieder zu mir auf, verabschiedete sich aber umgehend nach vorne; seine Form war einfach besser. Sowohl in Sand als auch im sich anschließenden Anstieg zum Bensberger Schloss merkte man nicht, dass das Wetter in diesem Jahr schlechter war als in den Jahren zuvor: Jeder wurde gleichermaßen angefeuert.

Auf dem berühmtesten Kopfsteinpflaster-Stück des Bergischen Lands konnte ich dann gerade noch einem Fahrer ausweichen, der sein Velo hoch schob. Ab da ging's schließlich einfach nur noch Vollgas zurück zum Rheinau-Hafen. Einem netten Radler-Kollegen aus dem Münsterland auf den letzten km noch mit Windschatten und Streckenkenntnissen gedient. Seine Einladung zum Münsterland Giro musste ich leider ausschlagen.

Am Ende waren alle aus dem Team glücklich und sicher im Ziel. Allergrößten Respekt vor Kathrins Leistung und Joachims Edelhelfer-Diensten. Unsere Kapitänin machte am Ende den siebten Platz, und wir haben damit unser selbstgestecktes Ziel erreicht. Enrico chauffierte Roland sicher ins Ziel, und auch Joachim und ich waren mit unseren Leistungen vollauf zufrieden.

Großen Dank nicht zuletzt an Arthur Tabat und seine Orga, die seit Jahren tolle Arbeit leisten, und natürlich an unseren Sponsor Schwalbe, der uns mit Material und Kleidung ausstattete. Forza Muax!

Weitere Jedermann-Nachrichten

04.09.2026Team Velolease: Zum vierten Mal auf dem Stockerl

Mehr als 4000 Starter jedes Jahr - der Ötztaler Radmarathon gehört für viele Radsportler/innen zum Höhepunkt der Saison. Für das Team Velolease war die 45. Auflage des Klassikers noch einmal etwa

02.09.2026Team Strassacker: Trotz Verpflegungs-Problemen am Podium

227 Kilometer, 5500 Höhenmeter, vier Pässe - schon die blanken Zahlen des Ötztaler Radmarathons sprechen für sich. Am vergangenen Sonntag stellten sich fünf Jungs des Teams Strassacker - Nils Kes

30.08.2026Der Ötztaler Radmarathon im Livestream

(rsn) - Der legendäre Ötztaler Radmarathon live und in voller Länge im Stream: 227 Kilometer und 5500 Höhenmeter erwarten tausende Radfahrer am Sonntag. Vier Alpenpässe müssen überwunden werden

27.08.2026Deutschland-Tour Jedermann: Wieder ganz oben am Treppchen

Das Jedermannrennen der Deutschland-Tour gehört fest zur Team-Geschichte des Teams Strassacker - war es doch Anlass für seine Gründung. Nachdem wir dabei im Vorjahr leer ausgingen, sollte in diesem

03.08.2026Team Strassacker: Vier Rennen - und viele Erfolge

Seit vielen Jahren zieht es das Team Strassacker traditionell Ende Juli in die "Grüne Hölle" der Eifel. Auf dem legendären Nürburgring starteten die Jungs des Teams dieses Jahr in unterschiedliche

30.07.2026Rad am Ring: Florian Christ triumphiert in der grünen Hölle

Meine Vorgabe als Team-Chef für das Rennen am Nürburgring war eindeutig: Individuelle Ziele werden dem Gesamtsieg untergeordnet. Mit einer klaren Taktik gingen wir ins Rennen, denn das Ziel war: Am

27.07.20263Rides Gravel Winterberg: Zehn Stunden Vollgas auf Schotter

Drei Tage feinste Gravel-Action im Hochsauerland: Das 3Rides-Gravel-Etappen-Rennen lockte viele ambitionierte Radsportler/innen nach Winterberg, so auch das Team Strassacker. Auch wenn die anspruchsvo

07.07.2026Maratona dles Dolomites: Über sieben Pässe musst Du fahr´n...

Die Maratona dles Dolomites zählt seit vielen Jahren zu den prestigeträchtigsten Granfondos in Europa: 138 Kilometer, 4230 Höhenmeter, legendäre Dolomiten-Pässe wie Pordoi, Sella, Grödner Joch,

01.07.2026Granfondo Livigno: Teamwork auf den schönsten Alpenpässen

167 Kilometer, 4300 Höhenmeter und sieben Pässe – nur zwei Wochen nach dem für uns recht erfolgreichen SuperGiro Dolomiti folgte mit dem Granfondo Alé Livigno für neun Fahrer des Team VeloLease

30.06.2026Tour Transalp: Finale furioso am Lago

Die letzte Etappe der Tour Transalp führte uns von Lavarone nach Riva del Garda. Mit 85 Kilometern war sie etwas kürzer als die der vorherigen Tage, hatte mit rund 1850 Höhenmetern aber noch einmal

29.06.2026Gravel Vianden: Mit Knallgas an der Our

(rsn) - Gravel boomt - das sieht man auch in Vianden in Luxemburg: Das UCI Eislek Gravel Race zieht jedes Jahr mehr Starterinnen und Starter an. Am vergangenen Sonntag ging es auf einer 37-km-Runde mi

28.06.2026Tour Transalp: Zwei Zeitfahren auf einer Etappe

Die vorletzte Etappe der Transalp führte uns gestern von Semonzo nach Lavarone. Pünktlich um neun Uhr ging es auf die 126 Kilometer lange Strecke mit fast 2860 Höhenmetern - die mit einem besondere

JEDERMANN-RENNEN DIESE WOCHE
  • Keine Termine