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12.06.2014 | Mehr als ein Viertel des "Race Across America" ist absolviert - zumindest von Christoph Strasser. Der Steirer liegt beim härtesten Radrennen der Welt klar in Führung: Nach knapp 1300 Kilometern liegt er rund 230 Kilometer vor dem Zweitplatzierten, dem Oberösterreicher Gerhard Gulewicz. An dritter Stelle folgt der Brite Mark Pattinson.
Mit unglaublichen 29 km/h Durchschnitts-Geschwindigkeit auf den ersten 1300 Kilometern radelt Christoph Strasser unermüdlich Richtung Ostküste, und baut seine Führung mehr und mehr aus. "Bis auf kleine Müdigkeits-Einbrüche ist er so fit wie noch nie - psychisch sowie physisch. Bislang hat er keinerlei Probleme, auch die Ernährung und Verdauung klappen perfekt", sagt Team-Chef und -Arzt Rainer Hochgatterer.
Erste Schlafpause absolviert
In der letzten Nacht wurde Flaggstaff passiert. "Das war wichtig, damit wir den Rückenwind in die Nacht mitnehmen konnten. Christoph konzentriert sich jetzt von Stunde zu Stunde", so Hochgatterer weiter. In der letzten Nacht hat Strasser die erste Schlafpause eingelegt. "Das war dringend notwendig, da er schon Schlangenlinien fuhr", erzählt der Team-Chef: "Die Müdigkeit ist das einzige Problemchen, das er hat. Die Augenlider werden vor allem in den Nachtstunden zunehmend schwerer.
Das Kuriose an der ersten Schlafpause war, erzählt Hochgatterer: "30 bis 45 Minuten waren geplant, doch schon nach zwölf Minuten klopfte es aus dem Wohnmobil, und Christoph wollte wieder aufs Rad." Dann ging es mit 80 Sachen ins Monument Valley hinab, Richtung Time-Station 13. "Gerade diese Abfahrten sind immer wieder sehr gefährlich, da viele tote Tiere und zerfetzte Autoreifen auf der Fahrbahn liegen", sagt Hochgatterer.
Präzision wie in der Formel 1
Kurz vor der 1000-Kilometer-Marke wechselte Christoph auf sein Speczialized-Zeitfahrrad. "Zu diesem Zeitpunkt, nach 29 Stunden, wollten wir eigentlich die erste Schlafpause einlegen. Aber wegen eines unfreundlichen Police Officers, den anschließenden Diskussionen und der resultierenden Aufregung fuhr er einfach weiter", so Hochgatterer.
Mittlerweile hat Strasser die erste Zeitzone hinter sich gebracht. Jede Pause, egal ob zum Pinkeln, Radwechseln oder zum An- oder Umziehen, wird genau durchgeplant - ähnlich einem Pitstop in der Formel 1: Das Medien-Auto übernimmt die Begleitung, während im Pace Car das neue Rad, die Verpflegung und weiteres hergerichtet werden. "Es ist alles minutiös geplant - und es klappt bisher alles perfekt", sagt der Team-Chef.
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