--> -->

02.02.2026 | (rsn) – Die deutschen Mannschaftsverfolgerinnen sind bei den Bahnrad-Europameisterschaften in der Türkei so nah an ihren eigenen Weltrekord von den Olympischen Spielen in Tokio 2021 herangefahren, wie noch nie – und haben EM-Gold trotzdem verpasst! Doch damit nicht genug: Auf der Bahn von Konya nahmen die neuen Europameisterinnen aus Großbritannien dem deutschen Vierer auch noch die Rekordmarke ab, und das gleich zwei Mal.
Nachdem Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Laura Süßemilch in der Qualifikation am Sonntag in 4:06,509 Minuten Bestzeit gefahren waren, gelang ihnen am Montagnachmittag in 4:06,109 Minuten auch der Sprung ins Finale. Bis auf weniger als zwei Sekunden waren sie damit an ihren viereinhalb Jahre alten Weltrekord aus Japan (4:02,242) – damals noch mit Lisa Brennauer statt Süßemilch – herangekommen.
Doch die Tokio-Bestmarke hatte zu diesem Zeitpunkt schon keinen Bestand mehr. Denn fünf Minuten zuvor hatten die Britinnen den Weltrekord bereits in 4:03,634 um sechs Zehntelsekunden nach unten geschraubt. In der Qualifikation in 4:07,447 mit Millie Couzens, Josie Knight, Anna Morris und Kate Richardson noch auf Rang drei gefahren, wechselte British Cycling für die 1. Runde seinen Bahnrad-Superstar Katie Archibald für die 23-jährige Richardson ein und fuhr im Duell mit Italien um den Finaleinzug zum Weltrekord.
Und den unterbot das britische Quartett im Finale gegen Deutschland dann am Abend gleich selbst nochmal deutlich: 4:02,808 Minuten standen auf der Uhr, als die neuen Europameisterinnen über die Linie rauschten – 2,648 Sekunden schneller als die Deutschen, die Silber mit nach Hause nahmen und sich auch darüber freuen durften: "Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz und der zweitschnellsten Zeit, die wir bis jetzt gefahren sind. Wir haben alles gegeben", sagte Brauße.
Bronze ging in Konya an die Italienerinnen, die im kleinen Finale den französischen Vierer klar im Griff hatten und in 4:09,961 Minuten fast drei Sekunden schneller waren als ihre Gegnerinnen. Die Schweiz belegte in der Endabrechnung den fünften Platz, nachdem sie in der 1. Runde ihren Lauf gegen Belgien in 4:12,094 Minuten zwar gewann, damit aber nicht unter die vier besten Zeiten kam.
Während die deutschen Frauen ihre zweitbeste jemals gefahrene Zeit in der Mannschaftsverfolgung erreichten, stellten die deutschen Männer in Konya sogar einen neuen deutschen Rekord auf: Benjamin Boos, Max-David Briese, Felix Groß und Ben Jochum waren in 3:45,853 Minuten um ganze drei Sekunden schneller als der deutsche Männer-Vierer bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio.
Trotzdem reichte das bei der EM in der Türkei nun aber nur zum sechsten Platz. "Mit dem sechsten Platz sind wir natürlich nicht zufrieden, denn das Ziel war ganz klar ins Finale zu fahren", sagte Bundestrainer Lucas Schädlich anschließend. "Der Rekord war aber gut. Entsprechend können wir mit unserer Leistung zufrieden sein, wenngleich es noch nicht perfekt lief – wir haben also noch Luft nach oben. Bis zur WM, die das erste Turnier für die Olympia-Qualifikation ist, haben wir noch etwas Zeit, wissen aber auch, dass wir uns nicht zurücklehnen können."
In einer sehr engen Konkurrenz trennten in der 1. Runde lediglich 1,099 Sekunden das zweitschnellste Team aus der Schweiz vom sechstschnellsten Team aus Deutschland. Überlegen waren nur die Dänen: Sie fuhren von der Qualifikation an über die 1. Runde bis ins Finale in einer eigenen Liga und gewannen jeweils deutlich.
Dabei stellten auch sie in der 1. Runde mit Lasse Norman Leth, Frederik Madsen, Rasmus Pedersen und Tobias Hansen in 3:39,977 Minuten einen neuen Weltrekord auf. Im Finale gegen die Schweiz dann fehlten ihnen zur eigenen Bestmarke vom Mittag zwar mehr als zwei Sekunden, trotzdem aber gewann Dänemark EM-Gold mit mehr als 4,5 Sekunden Vorsprung auf das Schweizer Quartett Noah Bogli, Luca Buhlmann, Mats Poot und Alex Vogel. Bronze sicherte sich Großbritannien, das im kleinen Finale die Franzosen einholte. Fünfter vor Deutschland wurde Italien.
Mannschaftsverfolgung der Frauen:
1. Großbritannien - 4:02,808 Minuten
2. Deutschland – 4:05,448
3. Italien – 4:09,961
…
5. Schweiz – 4:12,094
Mannschaftsverfolgung der Männer:
1. Dänemark – 3:42,330 Minuten (3:39,977 in Runde 1)
2. Schweiz – 3:47,033 (3:44,754 in Runde 1)
3. Großbritannien – Überrundung (3:44,915 in Runde 1)
…
6. Deutschland – 3:45,853
05.02.2026Kluge und Augenstein jubeln im Madison, Friedrich holt Keirin-Bronze(rsn) - Zum Abschluss der Bahn-Europameisterschaften im türkischen Konya hat German Cycling über zwei weitere Medaillen jubeln können: Roger Kluge und Moritz Augenstein gewannen mit einer mehr als
04.02.2026Richardson ringt Lavreysen im Duell der Sprint-Giganten nieder(rsn) – Matthew Richardson hat bei der Bahnrad-Europameisterschaft im türkischen Konya das Duell der Sprint-Giganten gewonnen und sich in der Königsdisziplin der Kurzzeit-Athleten im Finale gegen
04.02.2026Genesener Kluge holt sich im Omnium die Bronzemedaille(rsn) – Roger Kluge hat sich, zwei Tage nachdem er das Punktefahren noch krankheitsbedingt ausgelassen hatte, bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya mit einer Medaille im Wettkam
03.02.2026Vogel holt EM-Gold für die Schweiz im Scratch, Briese Fünfter(rsn) – Der dritte Tag der Bahnrad-Europameisterschaften 2026 im türkischen Konya hat der Schweiz ihre erste Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen beschert. Nachdem der Verfolgungsvierer der Schwei
02.02.2026Familien-Doppel: Teutenberg-Geschwister holen EM-Medaillensatz(rsn) – 24 Stunden nachdem Tim Torn Teutenberg im Ausscheidungsfahren bei den Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya die Silber-Medaille errungen hat, setzten der 23-Jährige und seine d
01.02.2026Teamsprinterinnen holen sich in der Türkei den EM-Titel zurück(rsn) – Die deutschen Teamsprinterinnen haben am Eröffnungstag der Bahnrad-Europameisterschaften 2026 im türkischen Konya sofort die erste Goldmedaille für German Cycling geholt. Lea Sophie Fried
01.02.2026Teutenberg muss sich in Konya nur Hansen geschlagen geben(rsn) – German Cycling ist mit einem kompletten Medaillensatz am Auftakttag sehr gut in die Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya gestartet. Während die Teamsprinterinnen Clara Schneid
29.09.2026Wird Pogacar doch beim EM-Heimspiel in Ljubljana starten? (rsn) – Wird Tadej Pogacar entgegen der offiziellen Verlautbarung seines Teams UAE – Emirates – XRG doch am 4. Oktober bei der Heim-EM in Ljubljana am Start des Straßenrennens stehen? Wie die s
29.09.2026“Entspannter“ Roglic überrascht sich in Montréal selbst (rsn) – Primoz Roglic kam im WM-Straßenrennen von Montréal nach 273 schweren Kilometern 3:29 Minuten hinter dem neuen Weltmeister Brandon McNulty ins Ziel und hatte mit dem Kampf um die Medaillen
29.09.2026Malucelli wie schon zum Auftakt schneller als Pickrell (rsn) – Matteo Malucelli (XDS – Astana) hat auch auf der 3. Etappe der 30. Petronas Le Tour de Langkawi (2.Pro) die Sprint-Konkurrenz in die Schranken verwiesen und sich seinen zweiten Tagessieg b
28.09.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
28.09.2026Van der Poel setzt Fragezeichen hinter seinen Cross-Winter (rsn) – Mathieu van der Poel hatte gerade erst die Bronzemedaille im Straßenrennen bei der WM in Montreal gewonnen, da wurde er schon nach seinen Winterplänen gefragt. Ob der achtfache Weltmeiste
28.09.2026Meeus nächster Neuzugang bei Lidl - Trek (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
28.09.2026Österreicher beim “survival of the fittest“ in Montreal nicht fit genug (rsn) – Mit Felix Großschartner, Patrick Konrad und Felix Gall hatte Österreich ein kleines, aber nominell schlagkräftiges Team am Start des Männer-Rennens der Straßen-WM in Montreal. Vor allem
28.09.2026Mit gewagter Taktik kam Pedersen aus der Tiefe des Raums (rsn) – Als Mads Pedersen vor dem Weltmeisterschafts-Rennen gegenüber Eurosport ankündigte, dass er eine Medaille holen möchte, auch wenn die Chancen, dafür nicht sehr gut stünden, konnte man s
28.09.2026Pogacar huldigt dem “König von Montreal“ (rsn) – Tadej Pogacar konnte nur zuschauen, als der neue Weltmeister gekürt wurde. Der slowenische Titelverteidiger erholt sich noch von seinen Vuelta-Sturzverletzungen. Immerhin bleibt das Regenb
28.09.2026Van der Poel und Del Toro brachten sich in Probleme, USA dominierten (rsn) - “Bei der WM gewinnt immer der Stärkste. So ist das Leben“, resümierte der Belgier Remco Evenepoel enttäuscht nach der Weltmeisterschaft in Montreal. Doch wer das Rennen gesehen hat, dü
28.09.2026Silber?! Stehaufmännchen Matthews “kann es kaum glauben“ (rsn) – Erst einen Rennsieg hat Michael Matthews in diesem Jahr auf seinem Konto, aber ausgerechnet bei einem seiner Saisonhighlights, dem Straßenrennen der Weltmeisterschaften in Montreal, präsen
28.09.2026Jasch gewinnt Bergankunft in Langkawi (rsn) – Lennart Jasch (Tudor) hat die 2. Etappe der Tour de Langkawi (2.Pro) gewonnen und die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Das Teilstück von Taiping nach Gupang Jerai endete mit eine