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05.02.2026 | (rsn) - Zum Abschluss der Bahn-Europameisterschaften im türkischen Konya hat German Cycling über zwei weitere Medaillen jubeln können: Roger Kluge und Moritz Augenstein gewannen mit einer mehr als dominanten Vorstellung den Titel im Zweiermannschaftsfahren. Dazu holte Lea Sophie Friedrich Bronze im Keirin.
Für die deutsche Bilanz in der Türkei bedeutet das insgesamt: drei Goldmedaillen, zwei Mal Silber und vier Mal Bronze. Im Medaillenspiegel belegt Deutschland mit neun Mal Edelmetall Rang drei hinter Großbritannien und Belgien. Auch vor einem Jahr in den Niederlanden holte Deutschland neun Medaillen, darunter zwei waren zwe Goldene.
Es gab also durchaus etwas zu feiern im deutschen Lager. Vor allem für Kluge, der neben der Goldenen auch noch seinen 40. Geburtstag zu feiern hatte. Er und Augenstein dominierten das 50 Kilometer lange Madison-Rennen. Von Beginn an sammelten sie in den Wertungssprints Punkte und schon vor Rennhälfte holten sie alleine den ersten Rundengewinn heraus, mit dem sie sich an die Spitze des Klassements setzten.
Mit einem weiteren Rundengewinn kurze Zeit später waren sie für die Konkurrenz nur noch schwer einzuholen. Am Ende siegten Kluge/Augenstein mit 85 Punkten und 30 Punkten Vorsprung vor Portugal. Den dritten Platz belegte Belgien mit 38 Punkten.
"Uns war schon bewusst, dass wir zu den Favoriten gehören und die Konkurrenz auf uns blicken wird. Dennoch war unser Ziel ganz klar eine Medaille. Dass wir diesen Titel so überlegen gewinnen konnten, das hätte ich aber nie gedacht", so Kluge in einer Pressemitteilung von German Cycling.
Sein Teamkollege Augenstein ergänzte: "Wir haben einen sehr guten Plan gehabt und der hat zu 100 Prozent geklappt. Im Endeffekt waren wir schon mit dem ersten Rundengewinn gut mit dabei, haben den Titel dann aber mit dem zweiten Rundengewinn abgesichert. Ich bin mehr als happy." Für Augenstein war es der erste internationale Titel im Zweiermannschaftsfahren. Vergangenen Sommer wurde er bereits Derny-Europameister, im Herbst krönte er sich zum Scratch-Weltmeister.
Über Bronze im Keirin konnte sich Lea Sophie Friedrich freuen. Sie hatte sich mit Laufsiegen in der Vorrunde und im Halbfinale souverän ins Finale gefahren. Dort nahm sie früh die Spitze, doch auf der Zielgeraden zogen noch die Russin Alina Lysenko und Mathilde Gros aus Frankreich an ihr vorbei. Die zweite deutsche Teilnehmerin Clara Schneider belegte den elften Platz. Bei den Männern kam Luca Spiegel auf Rang sieben.
"Die EM war eine erste wichtige Standortbestimmung ein halbes Jahr vor den ersten olympischen Qualifikationswettkämpfen. Die Rennen haben die Entwicklungen innerhalb unseres Kaders bestätigt, verdeutlichten aber auch, dass sich die europäische Spitze weiter verbreitert hat. Viele Nationen haben aufgrund des anstehenden Olympia-Qualifikationsprozesses massive Anstrengungen vorgenommen. Neben den Leistungen der Sportlerinnen und Sportler, werden finanzielle und personelle Ressourcen eine größere Rolle spielen. Es wird spannend in Richtung Olympia-Qualifikation“, bilanzierte German-Cycling-Sportdirektor Patrick Moster nach den Kontinentalen Titelkämpfen.
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