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03.02.2026 | (rsn) – Der dritte Tag der Bahnrad-Europameisterschaften 2026 im türkischen Konya hat der Schweiz ihre erste Goldmedaille bei diesen Titelkämpfen beschert. Nachdem der Verfolgungsvierer der Schweizer Männer am Montag bereits Silber einfahren konnte, setzte Alex Vogel im Scratch am Dienstag nochmal einen drauf und gewann den Europameistertitel.
Der 26-Jährige aus Frauenfeld setzte sich in dem Massenstart-Event über 40 Runden am Ende im Duell gegen den Russen Ilya Savekin durch, nachdem sich das Duo einen Rundengewinn gegenüber der restlichen Konkurrenz herausgefahren hatte. Bronze ging im Sprint des Hauptfeldes an den Niederländer Vincenz Hoppezak, der den im Ausscheidungsfahren sowie der Mannschaftsverfolgung bereits zu Doppel-Gold gerauschten Dänen Tobias Hansen auf Rang vier verdränge. Max-David Briese wurde für German Cycling Fünfter, der Österreicher Franz-Josef Lässer belegte den achten Platz.
Der fünfte Platz von Briese im Scratch war am Dienstag eines von vier Top-Ten-Ergebnissen, die der deutsche Radsportverband in den vier Entscheidungen des Tages einfuhr – eine Medaille war diesmal allerdings nicht dabei, nachdem es an den ersten beiden Tagen bereits je zwei Mal Gold, Silber und Bronze gab.
Am knappsten an einer Medaille vorbeigefahren ist am dritten Wettkampftag das Kurzzeit-Ass Lea Sophie Friedrich. Sie scheiterte im Sprint-Turnier im Halbfinale glatt in zwei Läufen an der Britin Sophie Capewell und unterlag dann im kleinen Finale der Russin Alina Lysenko ebenfalls mit 2:0. Das bedeutete am Ende Platz vier für Friedrich. Fünfte in der Endabrechnung wurde die zweite Deutsche im Starterfeld, Pauline Grabosch. Sie war im Viertelfinale an Lysenko gescheitert. Neue Sprint-Europameisterin wurde Emma Finucane, die sich im rein britischen Finale gegen Capewell souverän durchsetzen konnte.
Zum vierten Platz von Friedrich und den fünften Plätzen von Grabosch und Briese kam für German Cycling am Dienstag noch ein siebter Rang von Lea Lin Teutenberg im Omnium. Die 26-Jährige, die am Montag Bronze im Ausscheidungsfahren gewonnen hatte, patzte tagsdrauf nun ausgerechnet in dieser Disziplin.
Nachdem sie das das Omnium eröffnende Scratch-Rennen für sich entschieden hatte und im Temporennen anschließend Achte wurde, lag Teutenberg zur Halbzeit des Turniers noch auf Medaillenkurs. Dann aber unterlief ihr im Ausscheidungsfahren früh ein Positionierungsfehler und sie schied bereits als dritte Fahrerin aus, wurde nur 18. und büßte viele wertvolle Punkte ein – und als ob das nicht genug wäre, wurde sie wenige Sekunden nach ihrem Ausscheiden noch in einen Sturz verwickelt. Im abschließenden Punktefahren verbesserte sich Teutenberg noch vom neunten auf den siebten Platz, zu den Medaillenrängen fehlten am Ende aber 39 Zähler.
Europameisterin im Mehrkampf der Frauen wurde die Britin Anna Morris, die am Montag mit dem Verfolgungsvierer bereits einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte, vor der Norwegerin Anita Stenberg und der Belgierin Shari Bossuyt. Vierte wurde die ehemalige Straßen-Weltmeisterin Elisa Balsamo aus Italien. Die Schweizerin Michelle Andres wurde hinter Teutenberg Achte.
Der vierte EM-Titel des dritten Wettkampftages von Konya wurde in der Einerverfolgung der Männer vergeben und ging an den Russen Lev Gonov. Er setzte sich im Finale über 4.000 Meter in 4:03,491 Minuten deutlich gegen den Dänen Robin Skivild (4:05,577) durch. Bronze gewann im kleinen Finale der Italiener Renato Favero gegen den Briten Matthew Bostock nach Einholung.
Pascal Tappeiner landete für Swiss Cycling in 407,032 auf dem neunten Platz, Luca Buhlmann (4:08,549) auf Rang elf. Das deutsche Duo Ben Jochum (4:08,566) und Benjamin Boos (4:10,109) wurde auf den Plätzen zwölf und 13 gewertet.
Noch keine Entscheidung gefallen ist im am Dienstag begonnen Sprint-Turnier der Männer. Dort stehen die Halbfinals und die Finalläufe am Mittwoch noch aus. Qualifiziert haben sich dafür am Dienstag der Brite Matthew Richardson, der Niederländer Harrie Lavreysen, der Russe Nikita Kiriltsev und der Pole Mateusz Rudyk. Letzterer bezwang im Viertelfinale den besten Deutschen, Maximilian Dörnbach, zwei Mal knapp. Bereits im Achtelfinale war Luca Spiegel deutlich an Richardson gescheitert.
Scratch der Männer:
1. Alex Vogel (SUI)
2. Ilya Savekin (RUS)
3. Vincenz Hoppezak (NED)
…
5. Max-David Briese (GER)
8. Franz-Josef Lässer (AUT)
Einerverfolgung der Männer:
1. Lev Gonov (RUS)
2. Robin Skivild (DEN)
3. Renato Favero (ITA)
…
9. Pascal Tappeiner (SUI)
11. Luca Buhlmann (SUI)
12. Ben Jochum (GER)
13. Benjamin Boos (GER)
Omnium der Frauen:
1. Anna Morris (GBR)
2. Anita Stenberg (NOR)
3. Shari Bossuyt (BEL)
…
7. Lea Lin Teutenberg (GER)
8. Michelle Andres (SUI)
Sprint-Turnier der Frauen:
1. Emma Finucane (GBR)
2. Sophie Capewell (GBR)
3. Alina Lysenko (RUS)
4. Lea Sophie Friedrich (GER)
5. Pauline Sophie Grabosch (GER)
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