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01.02.2026 | (rsn) – German Cycling ist mit einem kompletten Medaillensatz am Auftakttag sehr gut in die Bahnrad-Europameisterschaften im türkischen Konya gestartet. Während die Teamsprinterinnen Clara Schneider, Lea Sophie Friedrich und Pauline Grabosch den EM-Titel errangen und nach einem Jahr Pause wieder an die Siegesserie von 2022 bis 2024 anknöpften, gab es auch bei den ersten beiden Ausdauer-Entscheidungen der Woche jeweils Edelmetall für Deutschland:
Im ersten Finale dieser EM, dem Scratch der Frauen, fuhr Lena Charlotte Reißner, die auf der Straße für das LKT-Team an den Start geht, zu Bronze. Anschließend schaffte Tim Torn Teutenberg zwar im Ausscheidungsfahren (Elimination) die Titelverteidigung nicht, holte aber trotzdem immerhin Silber hinter dem Europameister von 2024, Tobias Hansen aus Dänemark.
Teutenberg fuhr ein souveränes Rennen und kam bei kaum einer der Ausscheidungsrunden in die hinteren Positionen. Nur ein paar Mal musste er zum Spurt ansetzen, um sich im Rennen zu halten. Am Ende aber hatte trotzdem Hansen die größeren Reserven: Nachdem Teutenberg die vorletzte Ausscheidung von vorne gefahren war und so den Belgier Jules Hesters auf den Bronze-Rang geschoben hatte, konnte er dem Antritt des Dänen im Finale dann nichts mehr entgegensetzen.
"Ich bin sehr zufrieden mit der Medaille", sagte Teutenberg anschließend, der direkt von der Tour Down Under zur EM angereist war und gegenüber radsport-news.com vorher erklärt hatte, dass sein aktuell größtes Ziel die Frühjahrsklassiker auf der Straße seien.
Vor Teutenberg hatte sich auf Reißner im Scratch der Frauen bereits stark präsentiert. Die 25-Jährige hielt sich zunächst zurück und sparte Kräfte, um voll auf den Schlussspurt zu setzen. Rund fünf Runden vor Schluss setzte sich die Belgierin Helene Hesters allein ab und fuhr im Solo zum Titel, weil ihr niemand konsequent genug nachsetzte. Dahinter hatte Reißner im Sprint um Silber dann ein gutes Timing, kam auf der Schlussrunde von weiter hinten außen herum mit höherer Geschwindigkeit und schob sich auf den letzten Metern noch zu Bronze – knapp hinter der Schweizerin Aline Seitz, die Silber gewann.
"Der Rennverlauf kam mir mit meinem Plan auf jeden Fall entgegen. Gerechnet habe ich mit dem Ergebnis nach einer kurzen Erkältung in der Vorbereitung definitiv nicht, aber umso mehr freue ich mich jetzt darüber", sagte Reißner anschließend.
Neben dem Scratch der Frauen, der Elimination der Männer und den Teamsprint-Turnieren der Frauen und Männer waren am Eröffnungs-Sonntag auch die Qualifikationsläufe in der Mannschaftsverfolgung zu absolvieren. Dabei fuhr das deutsche Frauen-Quartett mit Franziska Brauße, Lisa Klein, Mieke Kröger und Laura Süßemilch in 4:06,509 Minuten Bestzeit, die Schweizerinnen Michelle Andres, Lorena Leu, Jasmin Liechti und Annika Liehner belegten Rang sechs.
Das deutsche Männer-Quartett mit Benjamin Boos, Max-David Briese, Feliß Groß und Ben Jochum wurde in 3:49,373 Minuten Fünfter – 5,383 Sekunden hinter den überlegen schnellsten Dänen. Die Schweizer Noah Bogli, Mats Poot, Pascal Tappeiner und Alex Vogel belegten in 3:46,699 Minuten den dritten Platz.
Scratch der Frauen:
1. Helene Hesters (BEL)
2. Aline Seitz (SUI)
3. Lena Charlotte Reißner (GER)
…
20. Gwen Nothum (LUX)
Elimination der Männer:
1. Tobias Hansen (DEN)
2. Tim Torn Teutenberg (GER)
3. Jules Hesters (BEL)
…
9. Mats Poot (SUI)
16. Franz-Josef Lässer (AUT)
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