RSNplusJetzt soll Tirreno-Gesamtsieg her

Beeindruckend: Del Toro stellt die Verhältnisse wieder her

Von Tom Mustroph aus Mombaroccio

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Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) trägt wieder das Blaue Trikot von Tirreno-Adriatico. | Foto: Cor Vos

13.03.2026  |  (rsn) - Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG) hat sich mit einer beeindruckenden Vorstellung das Leader-Trikot bei Tirreno-Adriatico (2.UWT) zurückgeholt. Zwar musste der Mexikaner in Sachen Tagessieg dem 34-jährigen Dänen Michael Valgren (EF Education - EasyPost) den Vortritt lassen. In der Gruppe der Favoriten erwies sich Del Toro aber eindeutig als der Stärkste.

Seinem Antritt 2,5 Kilometer vor dem Ziel der 5. Etappe im pittoresken Markenstädtchen Mombaroccio konnte nur der US-Amerikaner Matteo Jorgenson folgen. Im Sprint um den zweiten Tagesrang hatte der Visma-Kapitän aber keine Chance gegen den Jungstar aus Mexiko. ___STEADY_PAYWALL___

“Es war ein guter Tag. Das Team hat zuvor gut gearbeitet und ich bin glücklich, das auch gut abgeschlossen zu haben“, meinte der 22-Jährige sichtlich zufrieden auf der Pressekonferenz. Del Toro hatte tatsächlich alles richtig gemacht. Er hatte sein Team gut eingesetzt. Zunächst in dem Moment, in dem es Red Bull nicht gelingen wollte, den Rückstand auf die Ausreißer des Tages entscheidend zu verringern.

UAE Emirates beeindruckte mit starker Teamarbeit und bereitete Isaac Del Toro (im Weißen Trikot) das Finale mustergültig vor. | Foto: Cor Vos

Später auf dem hügeligen Rundkurs verkleinerten seine UAE-Teamkollegen drastisch das Peloton. Und als es an der Zeit war, selbst den Hammer herauszuholen, war er auch zur Stelle. Auf die Frage, ob an diesem Tag sein Ziel gewesen sei, das Blaue Trikot zurückzuholen, sagte Del Toro nur kurz und knapp “Ja“. Auf die anschließende Frage von RSN, wie der Plan für morgen aussehe, antwortete er ebenfalls wenig ausschweifend: “Das Trikot verteidigen.“ Über die Knappheit seiner Aussage musste er selbst lächeln.

In der aktuellen Form und auch mit der Feuerkraft in den Helferbeinen von UAE wirkt das Ziel Trikotverteidigung ausgesprochen realistisch. Del Toro ist dabei, in die Siegerfußstapfen eines gewissen Tadej Pogacar zu treten. Tritt er ohne den Chef an, gewinnt er selbst, wie Anfang dieses Jahres die UAE Tour. Ist Pogacar dabei, sichert er ihn ab, zuletzt als Dritter beim Strade-Triumph des Slowenen.

Im Zielsprint bezwang Del Toro den US-Amerikaner Matteo Jorgenson (Visma – Lease a Bike) und holte sich so auch noch sechs Bonussekunden. | Foto: Cor Vos

Ganz auf der Höhe von Pogacar sieht man ihn aber auch im eigenen Team noch nicht. “Tadej ist auf einem anderen Planeten“, meinte UAEs sportlicher Leiter Fabrizio Guidi zu RSN. Er sah auch noch genug Verbesserungspotenzial bei Del Toro. Und dass der zwischenzeitlich das Führungstrikot abgegeben hatte, sah Guidi ebenfalls positiv. “Daraus wird er lernen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Genau dafür sind solche Rennen gut“, betonte er.

Del Toro profitierte freilich auch von einem etwas schwächeren Tag von Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe). Der Italiener litt im Finale offenbar unter Krämpfen und konnte die Lücke nicht schließen.

Neben dem Blauen holte sich der Mexikaner auch noch das Weiße Trikot von Giulio Pellizzari (Red Bull – Bora – hansgrohe) zurück. | Foto: Cor Vos

Der einzige, der in etwa auf dem Niveau von Del Toro an diesem Tag war, war Jorgenson. Der 26-Jährige hielt sich zwar in der Führungsarbeit etwas zurück. Del Toro war von der Kooperation dennoch angetan. “Wir haben uns schnell gefunden. Sicher hatten wir andere Ziele. Er hätte mich garantiert gern auf den dritten Tagesrang verwiesen, so wie ich das umgekehrt auch mit ihm vorhatte. Aber unterwegs lief es ziemlich harmonisch“, urteilte er.

Respekt vor den Gegnern und gute Worte über sie gehören ebenfalls zu den Qualitäten dieses jungen Mannes mit dem riesigen Potenzial. Tom Mustroph

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