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03.10.2026 | (rsn) – Olav Kooij (Decathlon – CMA CGM) hat die 20. Austragung des Münsterland Giro (1.Pro) gewonnen. Der Niederländer setzte sich nach 193 Kilometern von Borken nach Münster im Massensprint vor Jordi Meeus (Red Bull – Bora – hansgrohe) und Überraschungsmann Frits Biesterbos (Picnic – PostNL) durch.
Der Sieger der vergangenen beiden Jahre, Jasper Philipsen (Alpecin – PremierTech) und andere Topsprinter wie Tim Merlier (Soudal – Quick-Step), Matthew Brennan (Visma – Lease a Bike) oder Dylan Groenewegen (Unibet – Rose Rockets) spielten im Finale keine Rolle mehr. Max Walscheid (Lidl – Trek) wurde bei seinem Abschiedsrennen von Superstar Mads Pedersen unterstützt, zog den Sprint gut 200 Meter vor dem Ziel auch an, wurde schließlich aber bis auf Platz 13 durchgereicht. Anthony Turgis (TotalEnergies) und Hugo Hofstetter (NSN) komplettierten die ersten Fünf.
Für Kooij war es der zweite Sieg in Münster nach 2022. “Es ist nie einfach. Es ist ein Rennen mit einem richtig starken Sprinterfeld hier“, sagte der Sieger im Interview nach dem Rennen. “Auf den Runden ist es auch immer schwer, zusammenzubleiben. Das war auch für uns nicht einfach. Aber wir haben es geschafft, in guter Position zu bleiben. Dann hat mir das Team viel geholfen. Auf den letzten paar hundert Metern ist Cees (Bol) nach vorne gefahren und hat das Tempo hochgehalten. Ich war in der Position, selbst loszufahren. Dann habe ich einfach gehofft, vorne bleiben zu können.“
Philipsen landete nur auf dem achten Platz und musste damit im direkten Duell mit Kooij in Sachen Münsterland-Siege den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Er war damit aber nach dem siegreichen Niederländer noch der stärkste “Star-Sprinter“. Groenewegen wurde Zwölfter, Merlier 18. und Brennan, der allerdings für Fabio Jakobsen fuhr, sogar nur 46.. Der Niederländer gab sein Debüt im Visma-Trikot und landete am Ende auf Platz 16.
In Borken startete an einem sonnigen Herbsttag die 20. Austragung des Münsterland Giro. Erste Angriffe wurden vereitelt, nach knapp 40 Kilometern setzte sich die Gruppe des Tages ab. Sie bestand aus Kelland O’Brien (Jayco – AlUla), Samuele Zoccorato (MBH Bank – CSB - Telecom Fort), Ward Vanhoof (Flanders – Baloise), Samuel Leroux (TotalEnergies), Arno Wallenborn (Lotto - Kern Haus – Outlet Montabaur) und Noé Ury (Storck – MRW Bau).
Zur Halbzeit des Rennens probierte Visma – Lease a Bike mit einer Tempoverschärfung auf offenem Feld, eine Selektion zu erzwingen, kurzzeitig teilte sich das Peloton und der Vorsprung der Ausreißer sank auf 30 Sekunden. Die Situation wurde aber neutralisiert, die Gruppe vergrößerte den Abstand wieder und im Feld beruhigte sich die Situation unter der Kontrolle der Sprinterteams Visma, Soudal – Quick-Step, Lidl – Trek und Uno-X Mobility. An den fünf Bergwertungen zeigte sich der Luxemburger Wallenborn vorne und gewann diese Sonderwertung.
Das Streckenprofil des Münsterland Giros | Foto: Veranstalter
An der vorletzten Bergwertung am Daruper Berg fiel Ury aus der Spitzengruppe zurück, Vorjahressieger Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech) musste gleichzeitig nach einem Defekt seinen Weg durch den Konvoi zurück ins Feld suchen, was ihm aber problemlos gelang.
Die Spitzengruppe wehrte sich lange gegen die geballte Verfolgung der Sprinterteams – auch bis auf den Stadtrundkurs in Münster. Der wurde 13 Kilometer vor dem Ziel erreicht. Zuvor probierte es Jonas Rutsch (Lotto – Intermarché) vergeblich mit einer Attacke. Auf dem Rundkurs hielt sich die fünfköpfige Gruppe noch vor dem Feld. Fünf Kilometer vor dem Ziel endete die Flucht nach rund 160 Kilometern.
Die Teams der Topsprinter formierten sich, Pedersen und Walscheid zeigten sich oft weit vorne. Auf dem letzten Kilometer eröffnete Daan Hoole (Decathlon – CMA CGM) das Finale und schaffte eine kleine Lücke. Teamkollege Cees Bol zog den Sprint für Kooij perfekt an, Walscheid war zwischen ihnen gut positioniert, hatte aber nicht die Beine im Sprint. Tom van Asbroeck (NSN) stürzte auf der Zielgerade, Kooij feierte einen souveränen Sieg vor Meeus.
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