--> -->

20.12.2025 | (rsn) – Namur war offenbar nur ein folgenloser Zwischenfall. Nachdem es beim Saisonauftakt von Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) noch spannend zuging, trat der Weltmeister beim Weltcup in Antwerpen wieder gewohnt souverän auf. In der zweiten von acht Runden setzte er sich entscheidend von der Konkurrenz ab und feierte souverän seinen bereits achten Sieg beim Scheldecross.
Hinter ihm blieb es lange Zeit spannend. Der Belgier Laurens Sweeck (Crelan – Corendon) sicherte sich mit 24 Sekunden Rückstand vor seinem Teamkollegen und Landsmann Emiel Verstrynge den zweiten Platz und übernahm damit auch die Gesamtführung im Weltcup. Pim Ronhaar (Baloise – Glowi Lions) belegte Rang vier, Niels Vandeputte (Alpecin – Deceuninck) wurde Fünfter vor Tibor Del Grosso (Alpecin – Deceuninck) und Wout van Aert (Visma – Lease a Bike), der sich bei seinem Saisonstart mit Platz sieben begnügen musste, dabei aber auch Defektpech hatte.
Top-Favorit van der Poel erstickte schnell jede Hoffnung auf ein Gigantenduell im Keim. Als “Masterclass“, bezeichnete der Interviewer im Ziel van der Poels Auftritt. “Ich bin gut gefahren, aber ich denke nicht, dass ich im Sand der Beste war. Ich habe da einige Fehler gemacht“, relativierte der Alpecin-Profi aber diese Auffassung. “Insgesamt war das Gefühl aber schon viel, viel besser als letzte Woche“, meinte er mit Blick auf seinen knappen Sieg an der Zitadelle von Namur.
“Ich fühlte mich schon unter der Woche etwas frischer als vor Namur. Ich freue mich, heute wieder gewonnen zu haben“, so van der Poel, der beim Scheldecross bereits 2014 sowie 2016 bis 2023 erfolgreich gewesen war. An gleicher Stelle hatte der 30-Jährige 2013, in seiner ersten Saison in der U23, hinter Niels Albert und vor Philip Walsleben als Zweiter im ersten Einsatz sein erstes Podium in der Elite-Kategorie errungen.
Einen ordentlichen Saisoneinstand erlebte van Aert trotz seines enttäuschenden Resultats. “Dieser Sport ist schwerer als je zuvor. Ich habe von der ersten Minute an gelitten“, stöhnte der Belgier im Ziel-Interview. “Ich war im Kampf ums Podium dabei, aber dann hatte ich einen Platten. Insgesamt hatte ich aber ein gutes Gefühl“, resümierte van Aert zufrieden.
Von den sieben Deutschen fand Luca Harter am besten ins Rennen. Er absolvierte die ersten Minuten in den Top 40. Aus denen verabschiedete er sich dann aber langsam und im Hintergrund kam Max Heiner Oertzen (Radsport Nagel) auf. Der zog in der sechsten Runde an seinem Landsmann vorbei und kam als 40. zwei Plätze vor Harter ins Ziel.
Einen ganz starken Auftritt legte Mees Hendrikx vom deutschen Heizomat – Cube hin. Der Niederländer startete gut und hielt sich immer in den Top Ten. Erst auf den letzten beiden Runden musste er den Kampf um Platz fünf aufgeben. Hendrikx beendete das Rennen schließlich als Neunter und kam damit diese Saison schon zum zweiten Mal nach Terralba unter die besten Zehn eines Weltcups.
Weltcup-Spitzenreiter Thibau Nys (Baloise – Glowi Lions) hatte als 23. einen Offday. Der 23-Jährige musste zudem die Gesamtführung an Sweeck abgeben, der liegt nun fünf Zähler vor Michael Vanthourenhout (Pauwels Sauzen – Altez), der als Achter ebenfalls hinter den Erwartungen blieb.
Der sechste von insgesamt zwölf Weltcups findet morgen in Koksijde statt.
Verstrynge und Sweeck erwischten den besten Start, bei dem mehrere Fahrer im Hintergrund zu Boden gingen. Van der Poel und van Aert kamen aus der 3. Reihe auf der neuen Start-Ziel-Gerade gut aus den Blöcken und ordneten sich früh in den Top Ten ein. Nach fünf Minuten schob sich der Weltmeister an seinem Teamkollegen Del Grosso vorbei an die Spitze – und der konnte seinem Kapitän nicht folgen. Als van der Poel aber an einem Hügel ein kleiner Fehler unterlief, kamen Del Grosso und Joris Nieuwenhuis (Ridley) wieder heran. Bei der ersten Zielpassage lag das Trio neun Sekunden vor Hendrikx, dem ersten Verfolger.
Im Sand konnten seine beiden Landsmänner van der Poel dann aber nicht folgen. Van Aert löste sich im Hintergrund von seinen Begleitern und jagte sieben Sekunden hinter den beiden vor ihm fahrenden Niederländern sowie 17 nach dem Spitzenreiter über die Start-Ziel-Linie. Kurz darauf lief der Belgier zu Del Grosso und Nieuwenhuis vor, aber auch Laurens Sweeck (Crelan – Corendon) schaffte den Anschluss. Da die Jagd auf van der Poel nun eingestellt wurde, gesellte sich mit Verstrynge ein weiterer Fahrer hinzu.
Dieses Quintett lag eingangs der vierten von acht Runden 25 Sekunden zurück, Vanthourenhout und Hendrikx folgten kurz danach. Sweeck ließ seine Begleiter im Sand hinter sich, als er, auf dem Rad sitzen bleibend, ein Bein ausklickte und sich damit selbst anschob. Die Zielgerade erreichte der 32-Jährige 29 Sekunden nach van der Poel, aber deren neun vor seinen vier Verfolgern.
Als er in derselben Sandpassage seine Step-Taktik erneut zeigte, rutschte Sweeck aus dem anderen Pedal, wodurch er absteigen musste - und zudem rutschte die Ketter herunter. Die Vier kamen wieder heran, doch da van Aert nun einen Platten hatte, fiel die Gruppe sofort erneut auseinander, wobei Sweeck erneut der Beste war. Eingangs der sechsten Runde lag er 40 Sekunden hinter van der Poel zurück und sieben Sekunden vor Verstrynge und Nieuwenhuis.
Im siebten Umlauf hatte van der Poel einen platten Hinterreifen. Für mehr Spannung sorgte das aber nicht mehr. Von seinen 45 Sekunden büßte der Spitzenreiter dennoch fast die Hälfte ein. Auch dahinter wurden die Abstände kleiner. Sweeck behauptete seinen zweiten Platz, doch Nieuwenhuis und Verstrynge spürten den Atem von van Aert, Ronhaar, Vandeputte und Del Grosso im Nacken.
Kurz bevor er die Schlussrunde in Angriff nahm, schüttelte Verstrynge seinen Begleiter ab. Der wurde von seinen vier Verfolgern eingeholt und konnte auch denen nicht folgen. Innerhalb kurzer Zeit verlor er von den Kameras unbeobachtet aus ungeklärter Ursache sehr viel Zeit und auch viele Positionen. Von all dem unbeeindruckt sicherte sich van der Poel den Sieg vor Sweeck. Nieuwenhuis, der lange um das Podium gekämpft hatte, überquerte die Ziellinie schließlich auf Position 16.
Results powered by FirstCycling.com
31.01.2026UCI stellt vorläufigen Weltcup-Kalender für 2026/2027 vor(rsn) – Im Rahmen der Cross-WM in Hulst hat der Radsportweltverband UCI den vorläufigen Weltcup-Kalender für 2026/2027 vorgestellt. Der umfasst weiterhin zwölf Wettbewerbe, die Hälfte davon wird
25.01.2026Van der Poel auch beim Grand Prix seines Vaters in eigener Liga(rsn) – Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) hat zum neunten Mal den GP Adrie van der Poel gewonnen. Wie schon am Vortag beim Weltcup in Maasmechelen fuhr der Weltmeister der Konkurrenz b
25.01.2026Pieterse macht das ideale Wochenende in Hoogerheide perfekt(rsn) – Das Wochenende vor der Weltmeisterschaft in Hulst hätte für Puck Pierse (Fenix – Premier Tech) nicht besser laufen können. Einen Tag nach ihrem Sieg beim Weltcup von Maasmechelen war si
25.01.2026Die Highlights vom Cross-Weltcup in Maasmechelen im Video(rsn) - Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) bleibt im Cross eine Klasse für sich. Auch zwei Reifenschäden konnten seinen elften Saisonsieg - den 22. in Serie - nicht verhindern. Beim Weltc
24.01.2026Trotz zweier Platten: van der Poel feiert 50. Weltcup-Sieg(rsn) - Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) bleibt in diesem diesen Winter weiter ungeschlagen. Beim Weltcup in Maasmechelen konnten auch zwei Reifenschaden seinen elften Saisonsieg und de
24.01.2026Pieterse erstmals nach zwei Jahren im Weltcup wieder vorn(rsn) – Nach mehr als zwei Jahren durfte Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech) wieder aufs höchste Podest eines Weltcups steigen. In Maasmechelen setzte sich die Niederländerin zehn Sekunden vor
24.01.2026Mit PTSS übers Zechengelände (rsn) – Wann immer es zeitlich möglich ist, veröffentlicht Puck Pieterse (Fenix – Premier Tech) auf ihrem Youtube-Kanal einen Tag vor ihrem nächsten Cross-Einsatz ein ungeschnittenes "Recon"-Vi
22.01.2026Van der Poel jagt in Maasmechelen Weltcup-Rekord von Svyn Nys(rsn) – Cross-Weltmeister Mathieu van der Poel (Alpecin – Deceuninck) peilt am Samstag in Maasmechelen nicht nur seinen 22. Sieg in Serie an. Sollte der Niederländer den vorletzten Weltcup dieses
18.01.2026Van der Poel mit zwei Fingern in der Nase und einem Rad in der Luft(rsn) – Vor zwei Jahren kassierte Mathieu van der Poel (Alpecin – Premier Tech) beim Weltcup in Benidorm seine letzte Niederlage, am Sonntag ließ er in der spanischen Sonne nichts anbrennen. Der
18.01.2026Nach 16 sieglosen Tagen: Brand bricht in Benidorm den Bann(rsn) – Nach zwei sieglosen Rennen in Folge hat Lucinda Brand (Baloise – Het Poetsbureau Lions) beim Weltcup im spanischen Benidorm nach 16 Tagen erstmals wieder zugeschlagen und ihren 18. Sieg im
17.01.2026Hin und her: Van der Poel nun doch in Benidorm am Start(rsn) – Mathieu van der Poel hat sich kurzfristig entschlossen, am Sonntag doch beim Cross-Weltcup im spanischen Benidorm zu starten. Erst am Donnerstag hatte der Niederländer gesagt, er werde das
07.01.2026Roodhooft: Van der Poel “war einfach so, wie er sein musste“(rsn) – In der Weihnachtsperiode hat Niels Vandeputte zwei Crossrennen im Trikot von Alpecin – Deceuninck und im neuen Jahr dem von Alpecin – Premier Tech gewonnen. Doch Fahrer der belgischen Ma
25.08.2026Hotel wird mit “Hagelschauer“ an 5-Sterne-Bewertungen belohnt (rsn) – Der IGESA Village Club Les Sorbiers in Mont-Louis kann sich seit Montagabend vor 5-Sterne-Bewertungen bei seinen Google-Rezensionen kaum mehr retten. Nachdem im Hagelsturm der 3. Etappe bei
25.08.2026Lidl-Trek-Talent O’Brien wird Profi bei Pinarello (rsn) - In unserem ständig aktualisierten Transferticker informieren wir Sie regelmäßig über Personalien aus der Welt des Radsports. Ob es sich um Teamwechsel, Vertragsverlängerungen oder Rücktr
25.08.2026“Eine unvergessliche Woche“: Drei Teams, drei Erfolgsgeschichten (rsn) - Neun WorldTour-Teams, ein Weltklasse-Feld um Gesamtsieger Isaac Del Toro (UAE - Emirates - XRG) und Zuschauer, die sich an den Anstiegen in fünf, sechs oder sieben Reihen drängten: Die Lidl
25.08.2026Radsport live im Stream, TV und Ticker: Die Rennen des Tages (rsn) – Welche Radrennen finden heute statt? Wo und wann kann man sie live im Fernsehen oder Stream verfolgen? Und wo geht´s zum Live-Ticker?In unserer Tagesvorschau informieren wir über die wicht
24.08.2026Die Highlight-Videos der Vuelta a Espana (rsn) – Für Leser und Leserinnen, die lieber schauen statt lesen, bietet radsport-news.com die Highlight-Videos. Die Eurosport-Mitschnitte aller 21 Teilstücke der diesjährigen Vuelta a Espana (2.
24.08.2026Pogacar macht den Patron und winkt das Feld von der Strecke (rsn) - Dem Patron des Pelotons war es zu viel. Tadej Pogacar (UAE - Emirates - XRG) hob die Hand, wies auf eine Ausfahrt und fuhr mit seinen Kollegen im Schlepptau von der Strecke. Auf der 3. Etappe
24.08.2026Liste der ausgeschiedenen Fahrer / 3. Etappe (rsn) - 184 Fahrer aus 23 Teams nahmen die Vuelta a Espana 2026 beim Auftaktzeitfahren in Monaco in Angriff. Nicht alle werden das Ziel an der Alhambra in Granada im Süden Spaniens erreichen. Stürz
24.08.2026Vuelta bremst eigene Influencerin aus (rsn) – Nach der teils heftigen Kritik an einer spanischen Influencerin, die im Rahmen der Vuelta a Espana 2026 von den Veranstaltern engagiert worden ist, haben die Organisatoren nun reagiert. Die
24.08.2026Erstmals Hochgebirge: Auf und Ab durch Andorra (rsn) – Auf der 4. Etappe geht es erstmals über mehrere Pässe ins Hochgebirge durch die Pyrenäen. Die 105 Kilometer lange Runde mit Start und Ziel in Andorra la Vella beinhaltet 2890 Höhenmeter
24.08.2026Finn übernimmt mit Zeitfahr-Sieg das Gelbe Trikot (rsn) – Lorenzo Finn (Red Bull – Bora – hansgrohe Rookies) ist mit seinem klaren Sieg beim Bergzeitfahren der Tour de l’Avenir seinem Status als Topfavorit gerecht geworden und übernahm mit
24.08.2026Hagel und Gewitter sorgen für Abbruch der 3. Etappe (rsn) - Die 3. Etappe der Vuelta a Espana (2.UWT) bleibt ohne Sieger. Das Teilstück wurde aufgrund eines schweren Unwetters an der Bergwertung Col de Mont-Louis (1. Kategorie) zunächst unter- und n
24.08.2026Plugge nach Tarling-Tod: “Gibt immer ein ´Aber´“ (rsn) – Richard Plugge, CEO des Teams Visma – Lease a Bike, hat den Profiradsport nach dem tragischen Tod von Finlay Tarling bei der Portugal-Rundfahrt in die Pflicht genommen. In Sachen Fahrersi