Die Stimmen zur 20. Etappe der Tour de France

Pogacar: “Ich habe mein Bestes gegeben, um Isaac zu helfen“

Foto zu dem Text "Pogacar: “Ich habe mein Bestes gegeben, um Isaac zu helfen“"
Tadej Pogacar (l.) und sein Teamkollege Isaac del Toro freuen sich über den 3. Platz in der Gesamtwertung für den Mexikaner. | Foto: Cor Vos

25.07.2026  | 

In unserem Sammler können Sie nachlesen, was die Protagonisten zum Rennen zu sagen hatten.

Die Stimmen zur 20. Etappe der Tour de France:

Richard Carapaz (EF Education – EasyPost / Sieger / Flash-Interview): “Ich habe nicht geglaubt, dass ich das heute erlebe. Es waren einige Fahrer mit in der Gruppe, die schon Etappen gewonnen haben. Sepp war so schwer einzuholen. Ich war durchgehend am Limit. Obwohl es so hart war, habe ich es geschafft. Ich habe in den letzten Kilometern hoch nach Alpe d’Huez so sehr gelitten. Nun ist es sehr schön, hier zu gewinnen. Ich denke auch, dass ich mir den Gewinn des Gepunkteten Trikot sehr verdient habe. Es war eine traumhafte Tour für mich. In Barcelona wusste ich nicht, dass wir um ein Gesamtklassement mitkämpfen werden. Wir haben es aber geschafft und das Trikot und ein paar Etappensiege gewonnen.“

Sepp Kuss (Visma – Lease a Bike, 3. Platz Etappe / Flashinterview): "Ich bin so hart ans Limit gegangen, dass ich die Kurven falsch eingeschätzt habe. Nach dem ersten Mal habe ich versucht, die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Dann habe ich die Kurve erneut falsch eingeschätzt. Es war beängstigend. Meine Familie, die zu Hause zugeschaut hat, war wahrscheinlich etwas nervös. Aber so ist der Rennsport. Ich bin zufrieden mit meinem Kampf und meiner Leistung. Es war ein guter Tag. So ist das manchmal. Man kann nicht immer Glück haben oder erwarten, dass alles nach Plan läuft. Aber wir können stolz darauf sein, wie wir gefahren sind. Nachdem Jonas ausgeschieden war, haben wir jeden Tag das Beste daraus gemacht. Leider konnte ich dem Team für seine Arbeit nichts zurückgeben, aber wir können stolz darauf sein, wie wir damit umgegangen sind.“

Marc Reef (Teamchef Visma – Lease a Bike / Eurosport): “Wir haben heute wieder alles richtig gemacht. Wir waren mit vier Leuten an der Spitze präsent, wo Sepp unser Mann für heute gewesen ist. Sie haben alles dafür getan, um ihn in diese Position zu bringen. Ich denke, dass es vor allem mit Matteo (Jorgenson, d. Red.) und Bruno (Armirai) sehr gut aufgegangen ist. Auch Davide war sehr stark. Sepp hat im Finale in den Anstiegen gezeigt, dass er der Stärkste ist. Er ist mit einem Vorsprung von 15 Sekunden in die Abfahrt gefahren. Doch da ist es unglücklicherweise dann schiefgegangen.

Lenny Martinez (Bahrain Victorious / 6. Platz , 5. Platz Gesamtwertung / Eurosport):"Es ist verrückt. Ich bin hier gar nicht hergekommen für die Gesamtwertung und jetzt beende ich die Tour als Fünfter. Es war ein sehr harter Tag heute. Ich war völlig fokussiert, am letzten Anstieg hatte ich aber keine Energie mehr übrig, weil ich keine Flaschen und Gels mehr hatte. Am Ende habe ich jemanden gefunden, der mir ein Gel gegeben hat und ich war wieder zurück im Spiel. Ich fühle sehr viele Emotionen, auch weil es morgen nach Paris geht und es dann vorbei ist. (Er ist ein Platz besser als sein Großvater Mariano) Ja, das ist verrück, dass ich Fünfter bin, ist einfach unglaublich. Das Team hat an mich geglaubt, hat gesagt, dass ich von den Kräften unter den Top vier gehöre, und vielleicht hatten sie recht.“

Remco Evenepoel (Red Bull – Bora – hansgrohe / 2. Platz Gesamtwertung und Etappe / Eurosport): “Wir sind noch nicht In Paris. Es gilt, noch eine Etappe zu fahren. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Berge mit einem so guten Tag wie heute abschließen konnte. Ich war am Ende etwas enttäuscht, dass ich nicht den Etappensieg holen konnte, weil es sehr eng war. Das ist meine Mentalität, weil ich immer das Höchste anstrebe und gewinnen möchte. Ich habe gemacht, was ich konnte. 20 Sekunden entfernt vom Etappensieg, Zweiter in der Gesamtwertung, zwei Etappensiege und ein paar zweite und dritte Plätze sind eine supergute Tour. Ich bin sehr glücklich für mich und das Team. Ich möchte meiner Familie und dem Betreuerstab danken.“

Tadej Pogacar (UAE – Emirates – XRG / 4. Platz / Eurosport): “Ich habe heute mein Bestes gegeben, um Isaac zu helfen. Juan (Ayuso) hat uns etwas unter Druck gesetzt. Ich möchte großen Respekt aussprechen, für das, was meine Teamkollegen in den letzten drei Wochen geleistet haben. Ich habe es jetzt selbst auch erleben dürfen und habe jetzt noch mehr Respekt vor der Arbeit, die das Team leistet. Ich möchte mich dafür bei jedem Einzelnen bedanken. (Jubel mit Del Toro auf der Ziellinie) Ich hatte Gänsehaut. Würde ich meine Arme nicht rasieren, wären die Haare zu Berge gestanden. Es war fantastisch. Ein Moment, der in Erinnerung bleibt.

Isaac Del Toro (UAE – Emirates – XRG / 5. Platz, 3. Platz Gesamtklassement / Eurosport): “Ich bin sehr emotional im Moment. Ich bin Tadej sehr dankbar, weil er sich wirklich für mich eingesetzt hat. So etwas habe ich zuvor noch nie gesehen. Ich hatte noch nie so einen Druck in meinem ganzen Leben. In den schweren Momenten, die wir diese Woche hatten, war er immer unterstützend für mich da. Es war nicht einfach, auf dem Podium zu landen, weil ich etwas krank war und ich mich nicht so gut gefühlt habe. Seixas ist ein wirklich starker Fahrer. Er hat alles versucht. Es war wirklich hart und ich bin froh, dass ich auf diesem Level sein konnte. Nach dieser Grand Tour fühle ich mich jetzt einfach sehr erschöpft.“

Ralph Denk Teamchef Red Bull – Bora – hansgrohe / RSN): Heute kann man noch nicht gratulieren. Wir haben nicht mehr die klassische Zelebration-Etappe in Paris. Auch wenn sie morgen geändert wird, müssen wir sie als richtiges Rennen ansehen, wo man die Tour, oder die gute Platzierung, für die man 20 Tage gekämpft hat, noch verlieren kann. Deshalb konzentrieren wir uns erst mal darauf. Wenn es die Situation zulässt, dass wir um den Etappensieg kämpfen können, werden wir das tun. Es sind Rennfahrer, die wollen immer gewinnen. Aber erstmal wollen wir den zweiten Platz von Evenepoel sichern.“

RADRENNEN HEUTE

    WorldTour

  • Tour de France (2.UWT, FRA)
  • Radrennen Männer

  • Dookola Mazowsza (2.2, POL)
  • Clasica de Ordizia (1.1, ESP)