Tour-Debütantin durch Sturz aufgehalten

Niedermaier mit Rückstand: “Nichts, was man nicht verkraften kann“

Von Paul Grosch

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Antonia Niedermaier (Canyon - SRAM - We Femmes) | Foto: Jens Claussen

02.08.2026  |  (rsn) – Bei ihrem Debüt bekam Antonia Niedermaier (Canyon – SRAM – We Femmes) die Hektik der Tour de France Femmes gleich zu spüren. Die Giro-Gesamtzweite wurde im “punchy“ Finale von Lausanne durch einen Sturz aufgehalten. Trotzdem war Niedermaier mit der 1. Etappe zufrieden und schaute bereits optimistisch auf die 2. Etappe und die Chancen ihrer Teamkolleginnen. 

“Das Rennen lief ganz gut. Wir sind als Team stark gefahren“, so Niedermaier in Lausanne auf Nachfrage von RSN. “Es war sehr hektisch mit vielen Stürzen.“ Einer davon zog auch die 23-Jährige in Mitleidenschaft. Etwa 1,3 Kilometer vor dem Ziel gingen auf der rechten Straßenseite vor einem Fahrbahnteiler mehrere Fahrerinnen zu Boden. Niedermaier kam zwar nicht zu Fall, wurde aber aufgehalten.

“Im Finale war ich ein bisschen eingeblockt hinter diesem Sturz auf der rechten Seite und musste dann linksrum fahren. Dadurch habe ich ein bisschen Zeit verloren“, erklärte sie im Ziel. Die Rosenheimerin kam auf dem 17. Platz über die Linie und verlor acht Sekunden auf die erste Gruppe um die Etappengewinnerin Lorena Wiebes (SD Worx – Protime). Mit Blick auf die schweren Bergetappen am Ende der nächsten Woche dürfte dies aber kaum ins Gewicht fallen.

Das sah auch Niedermaier so. “Das ist nichts, was man nicht verkraften kann, und ich glaube, das ist auch nicht allzu tragisch“, sagte sie RSN und fügte an: “Das Wichtigste ist, dass Kasia keine Zeit verloren hat. Das war ein ganz guter Auftakt.“ Die Canyon-Kapitänin Niewiadoma kam zeitgleich mit Wiebes und den anderen Favoritinnen Demi Vollering (FDJ United – Suez) und Pauline Ferrand-Prévot (Visma – Lease a Bike) ins Ziel.

Zumindest in der Nachwuchswertung verlor die Niedermaier keine Zeit gegenüber ihren Konkurrentinnen. Paula Blasi (UAE – L’IMAD) und Isabella Holmgren (Lidl – Trek) liegen gleichauf mit der Deutschen, werden aber aufgrund der besseren Etappenplatzierungen vor ihr gewertet. 

Ihr Hauptaugenmerk und das des Teams liegen auf der 2. Etappe auf Sprinterin Chiara Consonni. “Wir hoffen auf eine Chance für Chiara, aber wir wissen, dass es nicht ganz so einfach ist“, blickte Niedermaier auf das flachste Teilstück dieser Frankreich-Rundfahrt voraus. 

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