Vorarlberg in Karibik erfolgreich: Stüssi Gesamt-3.

Feurstein krönt Guadeloupe-Rundfahrt mit Sieg auf Schlussetappe

Von Judith Krahl

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Am zehnten und letzten Tag sprintete Kilian Feurstein zu seinem zweiten Etappensieg und lieferte Vorarlberg damit den perfekten Rundfahrtsabschluss. | Foto: Team Vorarlberg

10.08.2026  |  (rsn) - Mit einem weiteren Etappensieg hat das Team Vorarlberg die zehntägige Tour de Guadeloupe (2.2) abgeschlossen. Kilian Feurstein setzte sich auf dem letzten Teilstück gegen Enrico Dhaeye und Mateo Duque (beide Atom 6 Bikes) durch und feierte damit seinen zweiten Erfolg bei der Rundfahrt. Zuvor hatte bereits Tobias Nolde für einen Vorarlberger Tagessieg gesorgt.

Colin Stüssi rundete die Rundfahrt als Dritter der Gesamtwertung hinter dem US-Amerikaner Owen Cole (Entreposage Bluebird Québec en vélo) und dem Franzosen Clément Sanchez (Vendée U Primeo Energie) für die österreichische KT-Mannschaft erfolgreich ab.

Bevor Feurstein auf der Schlussetappe zum Zug kam, musste Vorarlberg allerdings einiges an Arbeit investieren. Es entwickelte sich ein offensives Rennen, in dem immer wieder Fahrer versuchten, sich abzusetzen. "Es wurde all-out gefahren, damit vielleicht noch etwas in der Gesamtwertung geht. Wir haben eine kleine Gruppe fahren lassen und es längere Zeit kontrolliert", berichtete der Sportliche Leiter Paul Renger gegenüber RSN zum Rennverlauf.

Dass andere Mannschaften sich nicht mit der Vorarlberger Nachführarbeit zufriedengaben, kommt bei Rennen auf europäischem Boden eher selten vor. "Aber es gibt hier nicht so die Akzeptanz, wenn eine Gruppe draußen ist und ein Team geschlossen hinterherfährt, dass das dann Nachfahren ist. Es bleibt dann nicht ruhig und die Attacken gehen wieder los", erklärte Renger.

Vorarlberg war bei den entscheidenden Vorstößen aufmerksam, verlor dabei aber das eigentliche Ziel nicht aus den Augen: "Wir waren zwar in jeder dieser Gruppen drin, aber unser Plan war es, auf Kilian im Sprint zu gehen. Da haben sich auch alle nochmal reingehauen, dass wir es schaffen", so Renger. Die Mannschaft brachte das Rennen schließlich wie erhofft zusammen und Feurstein belohnte die Arbeit mit seinem zweiten Etappensieg.

Fünf Vorarlberg-Fahrer kehren mit Podiumsplätzen heim

Damit setzte der 23-Jährige den Schlusspunkt hinter zehn erfolgreiche Renntage für das Team Vorarlberg. Neben seinen beiden Siegen und dem Erfolg von Nolde steuerten auch die übrigen Fahrer Spitzenplatzierungen bei: Dominik Röber wurde einmal Dritter, Emanuel Zangerle erreichte zweimal Rang drei. Stüssi fuhr ebenfalls zweimal aufs Tagespodium und behauptete sich bis zum Ende auf dem dritten Gesamtrang.

Die Vielzahl unterschiedlicher Fahrer in den vorderen Positionen machte für Renger einen wesentlichen Teil der positiven Bilanz aus. "Am Ende haben wir den dritten Platz in der Gesamtwertung. An acht von zehn Tagen waren wir auf dem Podium, drei UCI-Siege: Das ist einfach hervorragend."

Auch abseits der Ergebnisse nahm die Mannschaft einige Eindrücke von der Karibik-Rundfahrt mit. Während das Umfeld mitunter ungewohnt turbulent gewesen sei, habe die Organisation auf der Strecke für gute Rennbedingungen gesorgt. "Die Sicherheit beim Rennen ist echt super, da ist nichts auf den Straßen los. Drumherum ist immer viel Chaos und es sind sehr viele Zuschauer da", sagte Renger. Lediglich mit Blick auf die beiden Zeitfahretappen sah er noch Optimierungspotenzial: "Wir hätten noch ein oder zwei Zeitfahrräder mitnehmen können."

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