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30.03.2026 | (rsn) – Vier Tage musste Anton Schiffer (Visma – Lease a Bike) bei der Settimana Coppi e Bartali (2.1) die Beine still halten, bevor er auf der Schlussetappe endlich zeigen konnte, was seine Beine hergeben. Die ersten vier Teilstücke wurden im Sprint entschieden - nicht die Paradedisziplin des Bergspezialisten.
Schiffer war im Rahmen der Fernfahrt Kapitän der White Jersey Group der Niederländer. Selbst ist der Deutsche inzwischen zu alt für das Nachwuchstrikot, doch da er Neoprofi ist, tritt er bei einigen Rennen auch mit dem Nachwuchsaufgebot Vismas an. In Italien waren er und Tijmen Graat die einzigen Profis im Sextett, das von vier Devo-Fahrern ergänzt wurde. Jener Graat trat aber schon zur 2. Etappe nicht mehr an und William Smith packte nach dem dritten Teilstück die Koffer.
So ging Schiffer nur noch mit den Nachwuchsathleten Patryk Goszczurny, Sven Mernik und Elliott Rowe – im Schnitt 19,7 Jahre alt - auf die Schlussetappe. “Die vier Fahrer können stolz auf ihre Zusammenarbeit sein“, urteilte Robert Wagner in einer Pressemitteilung. Sven und Patryk haben heute ihren Job für Anton und Elliot gemacht. Elliot ist heute an seine Grenzen gestoßen, aber das ist kein Problem“, so der Sportliche Leiter über den Briten, der 53. wurde.
Besser lief es für Schiffer. Als sich 22 Kilometer vor dem Ziel zum zweiten und letzten Mal der 4,6 Kilometer lange und 8,7% steile Monte Stella vor den Fahrern aufbaute, war er zur Stelle. “Anton hat heute eine superbe Leistung gezeigt“, befand Wagner. Sein Schützling kletterte den Anstieg hinter dem Jayco-Duo Mauro Schmid und Alan Hatherly in einer neunköpfigen Verfolgergruppe hinauf. Nach der Bergwertung schaffte daraus Axel Laurance (Ineos Grenadiers) den Sprung zu den Spitzenreitern, dem Kölner blieb der Sprint um Platz vier.
Da dieser nicht zu seinen Kernkompetenzen gehört, musste er mit Rang neun zufrieden sein. Doch im Klassement rutschte er damit noch weiter nach oben. “Er fuhr einen starken Anstieg und belohnte sich mit Platz fünf in der Gesamtwertung. Wir müssen zugeben, dass Schmid, Hatherly und Laurance heute etwas stärker waren, aber trotzdem können wir stolz auf dieses Ergebnis sein“, sagte Wagner.
Nachdem Schiffer als 14. bei der Tour Down Under bereits stark in sein erstes Jahr als Berufsradfahrer gestartet war, konnte er also auch bei seiner zweiten Rundfahrt für Visma überzeugen. Weniger erfolgreich verliefen für ihn persönlich die vier Eintagesrennen, die er zwischen den Mehretappenrennen bestritt – und auch bei der NXT Classic am 4. April im niederländischen Limburg ist ein gutes Ergebnis für den ehemaligen Triathleten unwahrscheinlich. Dort wird er nach derzeitigem Kenntnisstand - ebenfalls mit der White Jersey Group - seinen nächsten Wettkampf bestreiten.
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