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04.08.2026 | (rsn) – Die Jury hat für das Einzelzeitfahren der Tour de France Femmes (2.WWT) am Dienstag genaue Kontrollen zur Einhaltung des Artikels 1.3.032 des UCI-Regelwerks angekündigt. Dabei geht es darum, dass Radprofis keine Gegenstände benutzen dürfen, die ihre 'Morphologie' künstlich verändern.
Eingeführt wurde die Regel einst, weil Sportler mit kleinen 'Spoilern' am Arm unter ihren Zeitfahranzügen zu experimentieren begannen, um eine bessere Aerodynamik zu erzeugen. Wieder aktuell ist das Thema, weil Aerodynamik-Spezialisten vor einiger Zeit festgestellt haben, dass ein größerer Brustumfang, der die Lücke zwischen Oberschenkeln und Oberkörper verkleinert, aerodynamisch stark von Vorteil ist, weil so die Luft sich dort nicht staut, sondern von vorneherein um den Körper geleitet wird.
Wie wielerflits.nl am Montag berichtete, besteht innerhalb des Frauen-Pelotons der Verdacht, dass einige Fahrerinnen daher durch Polster im Sport-BH ihren Brustumfang vergrößern, um vor allem im Zeitfahren schneller zu sein. Darauf scheint die UCI nun reagieren zu wollen und erklärte im Communique nach Etappe 3:
"Die Fahrerinnen müssen für die finalen Checks vor dem Rennen (Räder und Outfits) mindestens zehn Minuten vor ihrer jeweiligen Startzeit erscheinen." Soweit ist das nichts Besonderes, sondern normale Praxis. Allerdings fügte die Jury als Ergänzung diesmal an:
"Besondere Beachtung wird der Einhaltung des Artikels 1.3.032 der UCI-Regularien gewidmet, inklusive nicht-essentieller Elemente und Kleidung oder anderen Gegenständen/Accessoires, die eine Fahrerin trägt (inklusive, aber nicht limitiert auf Helme, Brillen, Schuhe oder Kommunikations-Devices) und die die Morphologie einer Fahrerin verändern könnten."
Wie genau die Kleidungs-Checks am Dienstagnachmittag aussehen werden, ist bislang unklar. Wie cyclingnews.com berichtet, hatten einige Teams bei der UCI wohl derartige Kontrollen gefordert und vorgeschlagen, die Kleidung der Fahrerinnen in einem Zelt und von einer weiblichen Offiziellen kontrollieren zu lassen.
Interessant wird auch, wie die Jury mit dem Tragen des Teamfunks im Brustbereich umgeht, denn seit einiger Zeit wird auch das getan, anstatt das Gerät auf den Rücken zu packen, wo es im Wind steht.