Rückkehr schon zu Paris-Roubaix

Van Aert: “Will nicht das Gefühl haben, alles zu verpassen“

Von Kevin Kempf

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Wout Van Aert (Jumbo - Visma) beim Teamtraining der letztjährigen Ausgabe. | Foto: Cor Vos

16.04.2022  |  (rsn) – Nach seinen Siegen beim Omloop Het Nieuwsblad (1.UWT) und der E3 Saxo Bank Classic (1.UWT) war Wout Van Aert (Jumbo – Visma) der Favorit für die Flandern-Rundfahrt. Doch dann infizierte sich der Belgier mit Corona und musste sowohl Dwars door Vlaanderen und die "Ronde" als auch das Amstel Gold Race auslassen. Bei Paris-Roubaix kehrt Van Aert nun ins Peloton zurück.

Nach genau drei Wochen ohne Rennen sind die Erwartungen allerdings nicht sehr hoch. “Die Entscheidung zu fahren, auch wenn ich nicht in Bestform bin, habe ich vor allem getroffen, um nicht das Gefühl zu haben, alles zu verpassen“, wurde der Belgische Meister auf der Homepage seines Teams zitiert. “Natürlich hoffe ich auf gute Beine, aber eigentlich weiß ich, dass das nicht realistisch ist. Ich bin sicherlich nicht auf dem Niveau, das ich vor der Flandern-Rundfahrt hatte“, betonte er.

Bei Jumbo – Visma sollte Van Aert erklärter Kapitän für die Frühjahrsklassiker sein, auch wenn mit Christophe Laporte und Tiesj Benoot zwei ausgezeichnete Helfer für diese Terrain verpflichtet wurden. Bei der Flandern-Rundfahrt, die Van Aerts großer Konkurrent Mathieu van der Poel (Alpecin - Fenix) für sich entscheiden konnte, belegte der Franzose Rang neun, der Belgier, der nicht an Paris-Roubaix teilnehmen wird, beendete das Amstel als Dritter und Dwars door Vlaanderen als Zweiter. Auch ohne seinen Kapitän funktionierte das Team also.

Bei Roubaix wird der Kapitän zum Helfer

Darauf baut Van Aert nun auch beim 119. Paris-Roubaix. ”Ich denke, dass wir dieses Jahr versuchen, mit vielen Fahrern ins Finale zu kommen. Trotzdem bin ich normalerweise derjenige, der am längsten die Kräfte sparen kann. Ich hoffe, das wird jetzt anders sein. Damit meine ich, dass ich hoffe, das Finale zu erreichen und dort helfen zu können“, so Van Aert. Neben ihm und Laporte wird Jumbo - Visma den Italiener Edoardo Affini, den Niederländischen Meister Timo Roosen, Neo-Profi Mick van Dijke, den Belgier Nathan van Hooydonck und den Siebten von 2019, Mike Teunissen, ins Rennen schicken.

Trotz der beiden großen Siege in seinem Heimatland betrachtet Van Aert seine Frühjahrssaison als misslungen. “Es war unwirklich, als ich erfuhr, dass ich infiziert war. Die Flandern-Rundfahrt im Fernsehen zu sehen, fiel mir wirklich schwer. Und das war beim Amstel Gold Race nicht anders. Damals dachte ich: Auch wenn ich nicht in Topform bin, möchte ich unbedingt etwas aus Roubaix  machen“, erzählte Van Aert.

“Ich hatte meinen Trainingsplan so aufgebaut, dass ich bei den beiden Monumenten (Flandern, Roubaix, d. Red.) in Topform sein würde. Jetzt sind sie aber ins Wasser gefallen und das ist echt ärgerlich“, sagte er vor dem dritten Monument der Saison. Entgegen der ursprünglichen Planung hat der 27-Jährige Lüttich-Bastogne-Lüttich seinem Rennkalender zugefügt.

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